Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 03.02.2012, 14.00 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Walter van Rossum

Meine Sonntage mit 'Sabine Christiansen'

Wie das Palaver uns regiert

Cover: Meine Sonntage mit 'Sabine Christiansen'

Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2004
ISBN-10 3462033948
ISBN-13 9783462033946
Kartoniert, 192 Seiten, 8,90 EUR

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Klappentext

Allsonntäglich entfaltet sich ab 20 Uhr die neue deutsche TV-Dreifaltigkeit: Tagesschau, Tatort, Talk mit Sabine Christiansen. Nach den Mythen der Tagesschau (Staatsmänner, Kriege, Katastrophen, Sport) und den tröstlichen Gewissheiten des Tatorts (Alle haben Dreck am Stecken) sondiert Sabine Christiansen das Gesellschaftsterrain. Unerbittlich stellt sie Fragen, die in das Dunkel unserer Zukunft weisen. Es treten auf: die Lobbyisten und ihre Statthalter im Parlament. Multimillionäre warnen davor, dass es kurz vor zwölf sei. Aber, bitte sehr, man könne ja auch ins Ausland gehen. Politiker führen entschlossen das Drama der Sachzwänge auf. Die große Koalition der Dauerreformer gibt sich die Ehre. Fast noch wichtiger als das, was gesagt wird, ist, was systematisch nicht gesagt wird. Komplexe Themen werden dramatisch vereinfacht und fortan in diese Richtung öffentlich diskutiert. Insofern eignet sich diese Sendung wie keine andere, um zu begreifen, wohin die Deutschland AG steuert.

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 31.07.2004

Rezensentin Bettina Gaus klatscht in die Hände: Walter van Rossums kritische Auseinandersetzung mit Sabine Christiansens Polit-Talk ist offenbar Wasser auf ihre Mühlen. Ein "bitterböses Buch" habe Rossum da geschrieben, wenig ironisch, aber sehr "zornig" im Tonfall. Dabei gehe es ihm weniger um "Medienkritik" als vielmehr darum, der "tonangebenden Schicht in der Bundesrepublik" aufs Maul zu schauen und ihre Talk-Äußerungen auf "Wahrheitsgehalt" abzuklopfen. Und dabei erwerbe sich Rossum - so lobt die Rezensentin - das "Verdienst", zu den "ganz wenigen" zu gehören, die dem "Kaiser" in den neuen Kleidern sagen, dass er "nackt" ist. Beispielsweise zeige Rossum ebenso überzeugend wie "entlarvend" die Austauschbarkeit der politischen Positionen, indem er seine Leser raten lasse, von welchem Politiker welches Zitat stammt. Die Auflösung, so verrät Gaus, sei sehr "überraschend". Auch dass Rossum starke Zweifel an vermeintlich "unumstößlicher Wahrheit" meldet, zum Beispiel dem Zusammenhang von Steuersenkung und der Schaffung neuer Arbeitsplätze, gefällt der Rezensentin sehr. Allerdings kritisiert Gaus, dass Rossum mitunter "über das Ziel" hinaus schieße: So grenze seine Betrachtung der Reaktionen auf den Tod Möllemanns schon an "Verschwörungstheorie". Doch alles in allem fällt dies für die Rezensentin nicht so sehr ins Gewicht, denn überwiegend fand sie hier: "Klare, wahre Worte."

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03.02.2012: Die FAZ versinkt in William Trevors sehr irischem Roman "Turgenjews Schatten", der von der Liebe zweier Menschen erzählt, die einfach nicht für das Leben gerüstet sind. Die SZ liest Krimis von Buddy Giovinazzo, verübelt ihm aber, dass er den literarischen Wahnsinn zum Tiefstpreis verschleudert. Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Hanna Krall: Rosa Straußenfedern

30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen

Peter Nadas: Parallelgeschichten

26.01.2012: Peter Nadas erzählt die Geschichte der Budapester Familie Demen und ihrer Freunde, deren persönliche Schicksale mit der ungarischen und deutschen Vergangenheit verknüpft sind. Meilensteine in diesem gewaltigen Epos sind die ungarische Revolution 1956, der ungarische Nationalfeiertag am 15. März 1961 und, rückblickend, die Deportation der ungarischen Juden 1944/45 sowie die dreißiger Jahre in Berlin. Lesen Sie hier einen Auszug aus Nadas' Roman "Parallelgeschichten". Mehr lesen

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