Gislinde Seybert (Hg.)

Das literarische Paar / Le couple litteraire

Intertextualität der Geschlechterdiskurse - Intertextualite et discourses des sexes
Cover: Das literarische Paar / Le couple litteraire
Aisthesis Verlag, Bielefeld 2003
ISBN 9783895283246
Paperback, 571 Seiten, 50,00 EUR

Klappentext

Das internationale, pluridisziplinäre Kolloquium leistete einen Beitrag zur interdisziplinären Erforschung der Geschlechterbeziehungen und stellte dabei insbesondere das Spannungsverhältnis von lebensweltlicher Erfahrung in der Paarbeziehung und ihrer künstlerischen /diskursiven Repräsentation in den Mittelpunkt der literatur- und kulturwissenschaftlichen Forschung. Der künstlerischen, literarischen, textuellen Formation der Geschlechterrollen im Gelingen oder im Scheitern der Kommunikation des jeweiligen Paares wurde mit der Analyse der Textstruktur im Sinne einer Intertextualität der Geschlechterdiskurse nachgegangen.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 10.07.2004

Als geradezu "grandios" lobt der "jnk." zeichnende Rezensent diesen germanistisch-romanistischen Sammelband, der sich mit dem Motiv des "literarischen Paares" beschäftigt. Gemeint ist damit, so der Rezensent, das Künstler-Ich und "das nahe Du", das oft unveräußerbar in den "literarischen Schaffensprozess" miteingewoben ist - als Muse, als Liebhaber, als Schriftstellerkollege oder als Idee. Der Band hat dem Rezensenten aufgrund seiner großen "Welthaltigkeit" gefallen, aber auch durch die unendlichen "Ausdrucksformen der künstlerischen Partnerschaften" und die vielfältigen "geschlechtlichen und generationenübergreifenden Konstellationen", die die insgesamt 29 Beiträge hervorbringen. Dabei gehe es "naturgemäß" eher um Werke, in denen der Dialog (etwa zwischen Flaubert und Maupassant, Catherine Pozzi und Paul Valery oder Else Lasker-Schüler und Herwarth Walden) "Spuren auf der textuellen Ebene hinterlassen hat". In dieser Hinsicht, so der Rezensent, halten die "kritisch-hermeneutisch oder diskurstheoretisch orientierten Beiträge" die gerade für die Frauenforschung interessante Einsicht parat, dass Wirklichkeit nicht gegeben, sondern "Konstruktion" von Wirklichkeit ist.

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