Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Klappentext
Übersetzt aus dem Slowenischen von Erwin Köstler Der 1904 in Wien entstandene Roman behandelt ein typisch "dekadentes" Thema: Verheiratete, gut situierte Frau hat aus Langeweile Affären mit jungen Männern. In dieser Hinsicht lässt er Cankars Nahverhältnis zu den berühmten Vorbildern der Wiener Moderne erkennen. Dekadent aber ist nur die Epoche des fin de siecle, in der Roman angesiedelt ist. Für den Slowenen Ivan Cankar und seine Judit birgt dieses Zuendegehen zugleich die Hoffnung auf einen Neubeginn in Freiheit; einer Freiheit, die alle Lebensbereiche umfasst. So ist Frau Judit vor allem ein die Gesellschaftsmoral entlarvender Text mit stark satirischer Note, ein Zeugnis des Kulturkampfes gegen den Kleingeist und des Auflebens der Avantgarde in Slowenien.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.07.2004
Adam Olschewski stellt einen Autor vor, den hierzulande kaum jemand kennt. Deswegen sei die Initiative des kleinen Drava-Verlages aus dem österreichischen Klagenfurt nicht genug zu loben, meint Olschewski und preist außerdem den Übersetzer Erwin Köstler, in dem Ivan Cankar im deutschen Sprachraum definitiv sein Sprachrohr gefunden habe. Kein Wunder, möchte man einwenden, dass Ivan Cankar hierzulande ein Unbekannter ist: er stammte aus Slowenien und starb bereits 1918 im Alter von 42 Jahren. Eine Figur der literarischen Peripherie, die für Olschweski dennoch zu den ganz Großen zählt. Die Übersetzung des aus dem Jahr 1904 stammenden Romans "Frau Judit" beweist es für ihn zweifelsfrei: soviel Lakonie findet er umwerfend, eine Lakonie, staunt Olschewski, die ganz und gar ohne Illusion sei. "Frau Judit" erzählt die Geschichte einer Frau, die konsequent ihr Leben gelebt hat, ein freies Leben so weit es ging, das ihr dennoch keine größeren Freiheiten eingebracht hat, da ihre Umgebung verlogen und unfrei war. "Frau Judit" sei mehr als ein Plädoyer der Zeit gegen Engstirnigkeit und Kleinstadtmief, meint Olschweski; er sieht in dem Roman den Versuch des Autors, die Unterscheidung zwischen Moral und Unmoral zu widerlegen und zu zeigen, dass Unmoral letztlich Interpretationssache ist.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







