Mit Renate von Matuschka. Uschi Glas erzählt ihr Leben, und das ist zugleich die Geschichte ihrer Generation: Aufgewachsen in Niederbayern, zieht es sie ins München der sechziger Jahre, wo Künstler und Studenten für Bewegung sorgen. Gegen alle Widerstände verfolgt sie hartnäckig das Ziel, Schauspielerin zu werden - und es gelingt ihr: 1965 bekommt sie ihre erste Rolle in dem Edgar-Wallace-Film "Der unheimliche Mönch". Mit "Zur Sache, Schätzchen" schafft sie zwei Jahre später den großen Durchbruch. Seither ist sie einer der erfolgreichsten Stars in Film und Fernsehen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 06.07.2004
Uschi Glas gibt sich - anders als so manche männliche Schauspielerkollegen in ihren Memoiren - von Anfang an schlicht und bescheiden, und gerade das besticht den Rezensenten Hans-Dieter Seidel. Ihre Naivität wirke nicht gestellt, gekünstelt oder gezwungen, attestiert der Rezensent der Schauspielerin. Ansonsten geht Glas (mit einer Ko-Autorin) in ihrer Autobiografie streng chronologisch vor, berichtet Seidel. Da wird von einer Kindheit in einer Ecke Bayerns berichtet, wo man schon Außenseiter war, wenn man aus einer anderen Ecke Bayerns stammte. Das Buch endet mit dem skandalösen Ende ihrer Ehe, doch auch da, äußert Seidel bewundernd, halte sich die Schauspielerin mit Häme zurück. Bei soviel Offenheit und Geradlinigkeit könne man der Schauspielerin auch schon mal gelegentliche Ausrutscher ins Unbedarfte verzeihen, wirbt Seidel "mit einem Lächeln" für Uschi Glas.
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