Conrad Ferdinand Meyer

C.F. Meyer: Briefe 1855-1897

C. F. Meyers Briefwechsel mit Friedrich und Georg von Wyss. Band 3
Cover: C.F. Meyer: Briefe 1855-1897
Benteli Verlag, Bern 2004
ISBN 9783716511879
Gebunden, 488 Seiten, 65,00 EUR

Klappentext

Herausgegeben von Hans Zeller. Mit 22 Schwarzweißabbildungen. Mit dem Rechtshistoriker Friedrich von Wyss stand der Dichter in lebhaftem persönlichem und intensivem wissenschaftlichem Kontakt. Die kritische Aufnahme seiner Novellen durch den in patrizischen Vorstellungen und pietistischen Bindungen lebenden Bekannten stellte die Beziehung des um geistige Unabhängigkeit bemühten Meyer immer wieder auf die Probe. Der Historiker und Historiograph Georg von Wyss half dem in seiner Vaterstadt Zürich sozial geächteten dreißigjährigen Meyer, soziale Kontakte zu finden, und erlebte - gegen seine Erwartung - dessen sozialen Aufstieg und künstlerischen Erfolg, vor allem im Deutschen Reich, in dem Meyer ein kulturelles Vorbild sah.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 03.07.2004

Die nun erschienenen Briefwechsel mit den Halbbrüdern Friedrich und Georg von Wyss sind als solche bei weitem weniger bedeutend als die im zuvor veröffentlichten Band, der die Korrespondenz Conrad Ferdinand Meyers mit Gottfried Keller und dem Ehepaar Wille versammelte, schreibt Hanno Helbling. Uninteressant aber, beeilt sich der Rezensent hinzuzufügen, sind sie deshalb keineswegs. Was nämlich in diesen Briefen deutlicher hervortrete, sei der Geist der Zeit. Und der erweist sich, da gibt Helbling dem Nachwortverfasser Thomas Lau im Grunde recht (wenngleich er ihm Übertreibung vorwirft), als reichlich bieder und borniert. Friedrich von Wyss jedenfalls zeigt sich wenig empfänglich für das Werk des Dichters. Etwas anders liegt der Fall bei der Korrespondenz mit dem Historiker Georg von Wyss, der sich als "Verehrer" des Dichters stets mit viel Respekt äußert. Bezeichnend für die Strenge des Verhältnisses ist aber, so Helbling, schon die Tatsache, dass man noch nach 35 Jahren mit "in freundschaftlicher Ehrerbietung" unterzeichnet.

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