Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Bassam Tibi

Islamische Zuwanderung

Die gescheiterte Integration

Cover: Islamische Zuwanderung

Deutsche Verlags-Anstalt (DVA), Stuttgart 2002
ISBN-10 3421056331
ISBN-13 9783421056337
Gebunden, 350 Seiten, 24,90 EUR

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Klappentext

Im Zuge der Globalisierung hat die Thematik der islamischen Zuwanderung ein neues Ausmaß erreicht. Aus armen, überbevölkerten Regionen hat sich eine Wanderungsbewegung in Gang gesetzt, die auch Vertreter politischer Bewegungen nach Deutschland bringt. Von solchen Gruppen ging in Deutschland die Vorbereitung für die Terrorattentate in den USA aus. Bassam Tibi plädiert für eine Einwanderungspolitik, die Ausländer auch mittels einer demokratischen Bürgeridentität integriert. Die Attentäter, die den Anschlag auf das World Trade Center verübt haben, waren nicht integriert, sonst hätten sie keine anti-westlichen Einstellungen ausgebildet. Integration ist, so Tibi, mehr als eine verordnete Rhetorik der Fremdenliebe.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 12.06.2004

Nicht wirklich überzeugt zeigt sich Rezensent Volker S. Stahr von Bassam Tibis Buch "Islamische Zuwanderung", das er im Rahmen einer Mehrfachrezension von Publikationen zum Thema Islam in Deutschland bespricht. Zwar hält er dem Autor einen untadeligen, akribischen Umgang mit den Fakten zu Gute sowie einige "kluge Überlegungen" zu falschen Rücksichtnahmen auf Muslime oder zur unterschätzten Anpassungsfähigkeit des Islam. Aber Tibi tränke sein Buch mit einem Konzept, wie mit Muslimen umzugehen sei, kritisiert Stahr. Ein Punkt übrigens, in dem sich Tibi etwa mit Rolf Stolz' Meinung treffe, Zuwanderungspolitik müsse unideologisch und an den Lebensinteressen der Deutschen orientiert sein. Allerdings begreife Tibi dies nicht als Sanktion, sondern als Hilfe zur Integration in eine "europäische Leitkultur". Auch dass Tibis Buch nur so vor "Selbstbezogenheit und Selbstempfehlungen" trieft, hat Stahr nicht gerade gefallen. Das Fazit des Rezensenten: "Trotz gelehrter Verpackung nahe am Stammtisch".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren