Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 15.09.2004
Dorothea Dieckmann schwelgt in Bewunderung. Im Titel findet sie schon den ersten Anhaltspunkt, wie man das Buch verstehen soll: Das Wort "im" deute auf einen Erzählanlass, nicht auf eine Reisebeschreibung hin und so gehe es eben nicht ums Ankommen, sondern um Dasein- in den Worten. Der Autor, so die Rezensentin, entledige sich sogar jeder räumlichen Fixierung. Und so ist der Begriff Urlaub bei dem Autor "lediglich eine lizenzierte Schrumpfform der mythischen Kinderfreiheit vom Denkenmüssen" und um dieses "poetische Zentrum" spinnen sich Skizzen, Szenen, oder wie es die Musikwissenschaft sagen würde: Fantasien. Begeistert ist die Rezensentin von der Sorgfalt, mit der diese auf Abwege geraten, in "vorsichtige wie verstiegene Assoziationspfade", die sogar mit "magischer Logik" und "surrealem Witz" in einer Unterhaltung des Reisenden mit einer Ente enden können. Dies sei eine literarische Wahrnehmung, so die Rezensentin, die mit der "Empfänglichkeit des Sprachlosen" eben keine Suche nach touristischen Sehenswürdigkeiten darstellt. Vielmehr, so die berauschte Dieckmann, wird eine "Sprache für das Unsagbare" erfunden.
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