Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Wie soll der Mensch mit dem Tier umgehen? Soll er überhaupt auf Tiere Rücksicht nehmen oder Tiere schützen? Der Autor behandelt diese Fragen im Rückgriff auf die philosophischen Grundlagen jeder Tierethik. Er zeigt, dass sich weder auf eine religiöse noch auf eine metaphysische Normenordnung Forderungen nach einem Tierschutz stützen lassen. Als einzige rationale Basis des Tierschutzes kommt eine altruistische Einstellung des Menschen zum Wohl des Tieres in Betracht. Auf dieser Basis lässt sich, wie der Autor im Detail argumentiert, zwar kein generelles Tötungsverbot von Tieren begründen, wohl aber die Verpflichtung zu einer weitgehenden Rücksichtnahme auf die Leidensfähigkeit von Tieren.
BuchLink. In Kooperation mit den Verlagen (Info):
Haben Tiere eine Würde? - mehr bei C.H. Beck
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 02.09.2004
Richard David Precht hat die Thesen von Norbert Hoerster genau untersucht und kommt zu dem Schluss, dass der "scharfe, mitunter allzu scharfe Kritiker" auf diese Weise der Tierethik nicht helfen kann. In seiner klugen Analyse, so der Rezensent, wird zuerst die Platte der Tierethik gründlich geputzt und von allem Unbewiesenen blank gescheuert: Die Thesen der renommiertesten Tierrechts-Philosophen der Gegenwart, Peter Singer und Tom Regan, müssen einpacken. Precht beobachtet, wie Hoerster in einem zweiten Schritt fragt, ob das Fehlen von Prämissen in der Tierethik nicht auch für die Menschen-Ethik gelten müsse. Das verneint Hoerster mit einem interessenfundierten Ansatz, nachdem die Menschen moralisch Handeln wegen der natürlichen Verbundenheit und der freiwilligen Kooperation zwischen den Menschen. Für den Rezensenten ist dies der "schwächste Punkt" des Buches und er kritisiert den Ansatz als "schön- zu schön, um überzeugend zu sein", denn Sklaverei spreche weder für Verbundenheit noch für die freiwillige Kooperation
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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 08.05.2004
Die Lektüre von Norbert Hoersters Büchlein, in dem dieser nach der Würde der Tiere fragt, lässt den mit "upj" zeichnenden Rezensenten über Sinn und Unsinn der rationalen Ethik nachdenken. Denn Hoersters Versuch, "normative Forderungen für den Umgang mit Tieren rational zu begründen", laufe naturgemäß auf ein "Nein" hinaus, da die Würde des Tieres rational eben nicht begründbar sei, was für den Rezensenten jedoch keineswegs als zufriedenstellende Antwort gelten kann. Hoerster, kritisiert der Rezensent, geht es offensichtlich "nicht um das Sachproblem, also um den Tierschutz, sondern um die scholastische Reinheit der analytischen Ethik". Davon zeugen auch die "inhaltsleer" daherkommenden Begriffe "Würde" und "Mitgefühl". So bekomme man als Leser das noch einmal "vorgekaut", was man eh schon aus der öffentlichen Debatte kenne. In den Augen des Rezensenten kann Hoersters Publikation höchstens als Dokument der "gefühlskalt" geführten Diskussion gelten, nicht aber als ein fruchtbarer Beitrag zur ethischen Frage.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 16.04.2004
Norbert Hoerster schlägt vor, den menschlichen Altruismus zur Grundlage einer Tierethik zu machen. Eine absolute Grundlage sei nicht denkbar, so argumentiert Hoerster, denn: "Kein Lebewesen, ob Mensch oder Tier, besitzt einen mit der bloßen Vernunft erkennbaren 'Eigenwert', auf Grund dessen dieses Lebewesen per se unsere Wertschätzung verdient." Freilich müsse der Altruismus sich bei seiner Urteilsfindung stets in Übereinstimmung mit dem "Kenntnisstand der empirischen Wissenschaften" befinden. Sonst laufe er Gefahr, blind umherzutappen. Eine leichte Modifikation des Hoersterschen Ansatzes schlägt der Rezensent Michael Pawlik vor. Er möchte ins Zentrum tierethischer Erwägungen die "Achtung des Menschen vor sich selbst" stellen: "Wer sich brutalisiert", der "beschädigt, aristotelisch gesprochen, seine eigene Seele." Dieser "tugendethische Ansatz" wahrt skeptische Distanz zu dem von Hoerster postulierten Altruismus des Menschen, an den der Rezensent offensichtlich nicht so recht glauben möchte.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








