Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Robert Grözinger, mit einem Nachwort von Lorenz Jäger. Das Versagen der Demokratie als Staatsform:. Hans-Hermann Hoppe sieht dieses Versagen vor allem in der Entwicklung des Staates zum Moloch, der letztlich Allmacht beansprucht, der hemmungslos enteignet und umverteilt. Die Alternative, die er entwirft, ist keineswegs die Diktatur, sondern ein sich selbst organisierendes Gemeinwesen auf der Grundlage privaten Eigentums, eine natürliche Ordnung (natural order) im Sinne Ludwig von Mises' und Murray N. Rothbards.
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 05.06.2004
Na, das ist ja mal eine hübsche Mischung. Der aus Deutschland stammende, in Nevada, Las Vegas lehrende libertäre Ökonomieprofessor Hans-Hermann Hoppe erklärt in diesem etwas irreführend betitelten Buch die Monarchie aus wirtschaftlicher Perspektive zur der Demokratie überlegenen Staatsform. Wie kommt's? Das Grundargument ist einfach: Demokratien sind "kurzsichtig" und zerstören durch die ständige Steigerung der Steuern die Investitionsbereitschaft; Monarchen dagegen haben längerfristige Interessen, vor allem an der eigenen Vermögensmehrung. Daher, so Hoppe, hält sich die Steuerlast im Rahmen. Was dem Autor vorschwebe, so der Rezensent (Kürzel "cbe"), der das alles eine Weile ganz nüchtern referiert, sei eine "anarchisch-kapitalistische Utopie" vom Staat wirtschaftlich losgelöster Untertanen. Wenn er aber mitteilen muss, dass Hoppe allen provokatorischen Ernstes vorschlägt, die "Anhänger einer demokratischen Ordnung mit offener Verachtung" zu strafen, dann stellt er doch fest, dass die, so "cbe" "intellektuell grundsätzlich spannende und anregende Kritik" zur Predigt für die - wenigen - bereits Bekehrten wird.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.04.2004
Mit Sympathie, aber erheblichen Bedenken hat Gerd Habermann diese Aufsätze des "Anarchokapitalisten" Hans-Hermann Hoppe gelesen, die "wohl die schärfste Kritik an der modernen Wohlfahrtsdemokratie" enthalten, "die sich vorstellen lässt". Hoppe wirft dem "gemäßigten Sozialismus" vor, Privateigentum, Freiheit und Rechtssicherheit aufzulösen, die Stellung der Familie zu unterminieren und die "spontane Gliederung der Gesellschaft platt zu machen", wofür er sich - über die Steuern - der "Schutzgelderpressung" bedient, wie Habermann Hoppes Thesen darstellt. Hoppe nun würde den Staat gern durch "Privatorganisationen in Wettbewerb" ersetzt sehen, Hier möchte der Rezensent allerdings nicht ausschließen, dass es in Hoppes Idealgesellschaft "zu einer Vielzahl von Kleinkriegen der mit Erzwingungsgewalt ausgerüsteten Privatunternehmen um Kundschaft" kommen könnte. Auch Hoppes zweitbester Lösung mag Habermann nicht ganz folgen: einer "privatmonopolistischen Regierung", sprich: Monarchie. "Ein dogmatischer Konservatismus und Hoppes Privatanarchismus sind natürliche Verbündete", warnt Habermann schließlich, doch die Lektüre dieser wilden Thesen schärfe zweifellos den Sinn für die "Zerstörungen, welche die gleichmacherische Wohlfahrtsdemokratie" anrichtet.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







