Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.04.2004
Martin Stingelin findet die Ansätze, die dieses Buch der Psychiatrieärztin Andrea Moldzio zum Verständnis von Schizophrenie aufzeigt, auf jeden Fall spannend und erfrischend - auch wenn er, wie er unumwunden zugesteht, nicht beurteilen kann, ob die konkreten Therapievorschläge der Ärztin "tatsächlich erfolgversprechende Neuerungen" darstellen. Ihrer Sicht auf die Krankheit liegt eine philosophische Auseinandersetzung auf den Grundlagen der "Neuen Phänomenologie" zugrunde. Das Menschenbild in dieser Denkrichtung fußt auf drei Komponenenten, erklärt uns der Rezensent: "Subjektivität, Leiblichkeit und Gefühle" und die sollen dazu führen "sich über die Schizophrenie zu wundern, ihre kreativen Möglichkeiten zu einer grenzüberschreitenden Welterfahrung wahrzunehmen und ihren Eigensinn zu würdigen" - nach Stingelins Meinung durchaus ein interessanter Ansatz.
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