7 CDs, 420 Minuten. Aus dem Russischen von Peter Urban. Gelesen von Frank Arnold. In diesen frühen Werken begegnet man einem nahezu unbekannten Tschechow - dem witzigen und wortgewandten Gesellschaftskritiker. Zielscheibe seiner Angriffe sind die verkommene russische Adelsgesellschaft mit ihren verlogenen Sitten und die große Kluft zwischen dem unverdienten Luxus der Herrschenden und dem armseligen Leben der ehemals Leibeigenen.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 25.03.2004
"Lesenswert. Hörenswert", ruft Rolf Michaelis angesichts dieser neuen Ausgrabungen des unermüdlichen Übersetzers Peter Urban aus. Anton Tschechow präsentiere sich in diesen frühen Werken ganz und gar nicht melancholisch, wie man es aus seinen späteren Stücken kenne, vielmehr prozessiere er "frech" gegen die "verblendete", dekadente Adelsgesellschaft seiner Zeit. Mehr verrät uns Michaelis leider nicht über das Hörbuch, da er angesichts der Missachtung der Leistungen Urbans (er werde lediglich im Booklet kurz erwähnt) und seiner Mitübersetzerin Beate Rausch, in eine - möglicherweise ja von Tschechows "sozialkritischen" Texten inspirierte - Schmährede auf "die Kulturverachtung unseres geldgierigen Landes" verfällt.
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