Bücherschau der Woche
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- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Annette Bruhns, Peter Wensierski
Gottes heimliche Kinder
Töchter und Söhne von Priestern erzählen ihr Schicksal
Klappentext
Tausende katholische Priester, zu Keuschheit und Ehelosigkeit verpflichtet, haben Kinder. Für diese wird das Leben oft zur Hölle auf Erden. Ihre Geschichten berichten von Verlorenheit und Verlogenheit, dem Kampf um Anerkennung und immer wieder von der Sehnsucht nach dem Vater. Priesterkinder sind das bestgehütete Tabu in der katholischen Kirche. Von den 17.000 Geistlichen in Deutschland haben schätzungsweise 9.000 sexuelle Beziehungen, aus denen einige tausend Kinder hervorgegangen sind. Die Kinder sind meist die hilflosen Opfer: Die Väter verleugnen sie aus Angst um ihre Existenz, und die Kirchenoberen lassen die Kinder, die es nicht geben darf, im Stich. Annette Bruhns und Peter Wensierski haben erschreckende, bewegende Lebensgeschichten recherchiert. Offen reden Betroffene - Kinder, deren Mütter und Priesterväter - über die Heuchelei der katholischen Kirche und ihr Leben in Lüge und Heimlichkeit.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 22.03.2004
Vierzehn Geschichten, die Licht auf die Situation von - Zölibat oblige - heimlichen Priesterkindern und ihren Mütter werfen, haben die "Spiegel"-Redakteure Annette Bruhns und Peter Wensierski gesammelt, so der Rezensent Matthias Drobinski. Und wenn auch das Thema lange nicht mehr so tabu sei, wie der Klappentext glauben machen will, halte die katholische Kirche nach wie vor am Pflichtzölibat fest. Die "Stärke" dieses Buch liegt für den Rezensenten darin, dass es "keine betroffenheitsgetränkte Anklageschrift" sein will, auch weil die Beteiligten - mit Ausnahme der Kinder natürlich - wissen, worauf sie sich einlassen. Nüchterne Gesprächsprotokolle bilden den Kern des Buches, wobei die "Mutter- und Kinderperspektive" überwiegt, "oft weil der priesterliche Vater entweder verschwunden oder nicht gesprächsbereit war". Gerade aus dieser "Nüchternheit" sieht der Rezensent die "dunklen Seiten" des Pflichtzölibats aufscheinen: sowohl Zerrissenheit zwischen Berufung und Liebe, als auch eine als angenehm empfundene Ungebundenheit der Familie gegenüber.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








