Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.03.2004
Alexander Kissler nutzt einen Großteil seiner Rezension das Leben und Wirken des umstrittenen Reformtheologen Karl Rahner in den höchsten Tönen zu loben. Auch wenn er über die Auswahl der Texte im neu aufgelegten Rahner-Lesebuch kein Wort verliert, haben sie ihn zumindest für die Dauer eines Artikels zum Rahner-Fan gemacht. Deutlicher fällt Kisslers Urteil über die Einführung von Karl Lehmann aus, die er als "fein abwägend" würdigt. Der Mainzer Kardinal habe "seinen Frieden" mit dem Jubilar gemacht, schlage versöhnliche Töne an und lobe Rahners Einsatz nicht gegen, sondern im Dienste der Kirche. "Überraschend" findet Kissler die Relativierung am Ende des "kleinen Porträts", wo Lehmann Rahners Werk als Werk des Übergangs bezeichnet, entstanden an der Schwelle vom "spätscholastischen Universalismus zum auch theologischen Pluralismus".
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