Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Uwe Jochum

Kritik der Neuen Medien

Ein eschatologischer Essay

Cover: Kritik der Neuen Medien

Wilhelm Fink Verlag, München 2003
ISBN-10 3770538927
ISBN-13 9783770538928
Kartoniert, 158 Seiten, 22,90 EUR

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Klappentext

Eine Zeit, die den Medienbegriff zu universalisieren beginnt, übersieht nur allzu schnell, daß die Attraktivität der neuen Medien sich nicht aus den schieren Vorteilen ihres Gebrauchs speist, sondern aus einem theologischen Versprechen: Wer mit den neuen Medien umgeht, nimmt teil an einer Erlösung des Menschen von seinem Leib und seiner Welt, die beide ihm auf Schritt und Tritt Grenzen setzen. Die mediale Überwindung von Leib und Welt inszeniert daher nichts anderes als eine Eschatologie, die auf technischem Wege das Ende der Geschichte realisieren will. Gegen diese medialen Erlösungsphantasien erinnert der Essay daran, dass das 'eschaton' eine unübersteigbare Grenze unserer Welt markiert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.02.2004

Die Neuen Medien sind bei Uwe Jochum der Cyberspace, genauer gesagt: es sind die Phantasmen, der Körperlosigkeit insbesondere, die die ersten Begegnungen mit dem Cyberspace ausgelöst haben. Den Ausschweifungen der Vorstellungskraft möchte Jochum mit seiner "Kritik" einen Boden der Tatsachen einziehen - und zwar nicht durch empirische Beobachtungen, sondern durch die Auseinandersetzung mit dem, was er als "Medientheologie" wahrnimmt (so jedenfalls die Formulierung des Rezensenten Uwe Justus Wenzel). Gegen die frei flottierenden Träume von Selbsterlösung und Transzendenz im Raum ohne Körper setzt er den "Horizont der Endlichkeit", den Verweis auf die "irdische conditio humana". Was dem Rezensenten zu kurz kommt, ist die genauere Beleuchtung "medienanthropologischer" Fragestellungen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren