Mit Fotos von Dieter Eikelpoth. Marius Müller-Westernhagen antwortet dem Publizisten Manfred Bissinger auf Fragen, die ihm so in vierig Jahren Karriere nie gestellt worden sind. Der Woche-Gründer fragt ihn nach Freiheit und Patriotismus, nach Vaterland und Kapitalismus, nach der Schuld der Deutschen und dem Untergang des Sozialismus. Marius Müller-Westernhagen gibt Auskunft über seine Wurzeln, erklärt, wo seine Heimat ist, er spricht über seine Vorbilder, wie er sich sine Identität zu erkämpfen wusste und was er als politische Pflicht empfindet. Und er analysiert und bewertet seine Weggefährten von Bob Dylan über Eric Clapton, von den Beatles zu den Rolling Stones, von Boris Becker bis Franz Beckenbauer, von Salman Rushdie bis Günter Grass.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 20.02.2004
Wenig begeistert zeigt sich Edo Reents von diesen Erinnerungen Marius Müller-Westernhagens, den er einen "schwierigen und keineswegs unsympathischen Künstler" nennt. Gefallen haben Reents nur die "wirklich ganz hervorragenden Bilder", die der mit Westernhagen befreundete Dieter Eikelpoth gemacht hat. Das war's dann aber auch schon. Manfred Bissingers Interview mit dem Musiker findet Reents rundum enttäuschend. Als "gut gemeint", aber "dumm" wertet er Bissingers Fragen. Als "Standardfragen" eben, zu Rot-Grün, Verantwortung, Zynismus, Krieg und Frieden, die den Künstler Müller-Westernhagen dem Leser "kein Stück" näher bringen.
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