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Jacques Derrida
Marx & Sons
Klappentext
Aus dem Französischen von Jürgen Schröder. In seinem neuen Buch, "Marx & Sons", das hier erstmalig in deutscher Übersetzung vorgelegt wird, nimmt Derrida die vehementen Debatten, die sein Buch "Marx’ Gespenster" ausgelöst hat, auf und nutzt seine Replik zu einer radikalen Auseinandersetzung mit der historischen Bedeutung des Marxismus. Dabei steht die Frage des Erbes und der Erbschaft im Mittelpunkt der Überlegungen. "Wie kann man auf das Erbe antworten", fragt Derrida, "wie kann man sich für ein Erbe verantwortlich fühlen, wenn diese Erbschaft widersprüchliche Anweisungen gibt?" Was ist die Erbschaft des Marxismus? Und welche Bedeutung kann sie heute haben?
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 22.04.2004
Michael Mayer erklärt zunächst die Entstehungshintergründe des Bandes "Marx & Sons" von Jaques Derrida, denn er hält die Kenntnis des Kontextes, der in dem vorliegenden Band lediglich in Fußnoten aufscheint, für "unabdingbar" für eine lohnenswerte Rezeption. Das Buch stellt nämlich die Reaktion des französischen Philosophen auf eine 1999 erschienene Aufsatzsammlung verschiedener Marxisten dar, die darin auf Derridas 1993 publizierte Buch "Marx' Gespenster" antworteten, erklärt der Rezensent die komplizierten Zusammenhänge. Eine "Konterkritik von Kritiken" seitens Derrida also, in der er sich mit der marxistischen Kritik an seinem Werk auseinandersetzt, so der Rezensent zusammenfassend. Auf ihn macht das Buch deshalb auch hauptsächlich einen "apologetischen" Eindruck, nicht zuletzt wegen der "Freundlichkeit im Ton", mit der Derrida der Kritik begegnet. Mayer fragt sich, ob , davon abgesehen, die Ausführungen auch noch einen eigenen "philosophischen Sinn" aufweisen und räumt ein, dass ihm eine Antwort auf diese Frage nicht leicht fällt. Er schlägt vor, den vorliegenden Band als eine "Art Zwischenbilanz" von Derridas "politischer Philosophie" zu lesen, zumal er auch tatsächlich eine "zweckmäßige Orientierungshilfe" für Leser bieten könne.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.02.2004
Mit diesem Buch von Jacques Derrida stehen wir, so will Joseph Hanimann entdeckt haben, "über weite Strecken vor einer nachgereichten Darstellung Derridas seiner selbst". Auf jeden Fall ist dieses Buch für Hanimann weit mehr als bloß eine Reaktion, Entgegnung oder Verteidigung Derridas angesichts der Debatten, die sein Buch "Marx' Gespenster" von 1993 ausgelöst hat. Die "dekonstruierende Weiterdeutung" von Marx erscheine Derrida, so Hanimann, keineswegs nostalgisch, melancholisch, also "als Trauerarbeit, wie Negri sie sieht", sondern, wie sich hier nun zeige, "affirmativ bis ins 'Messianische ohne Messianismus' hinein." Für Hanimann geht es in diesem Buch deshalb "um Selbstvertretung in einem selbstgewählten Zeugenstand" - in dem Derrida, wie Hanimann schließt, "auch das Urteil von Marx Sons & Brothers nicht mehr" erreiche.
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