Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Georges-Arthur Goldschmidt
In Gegenwart des abwesenden Gottes
Klappentext
Aus dem Französischen von Brigitte Große. Wie hältst du's mit der Religion? - diese Frage stellt und beantwortet Georges-Arthur Goldschmidt sich selbst vor seinen Lesern. Als Kind jüdischer, zum Protestantismus konvertierter Eltern 1928 in Hamburg geboren, muss Georges-Arthur Goldschmidt vor der Judenverfolgung in Deutschland fliehen, die seine Familie bedroht. Er flieht nach Frankreich, nimmt 1949 die französische Staatsbürgerschaft an und konvertiert zum Katholizismus. Heute, dem Schlimmsten entkommen und inzwischen durch drei Bekenntnisse gewandert, ersetzen ihm Seinsbegeisterung und Feier des Augenblicks den Glauben.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.01.2004
Ganz großartig findet Jürg Altwegg dieses kleine Buch, in dem der 1939 als Kind nach Frankreich emigrierte Autor seine persönliche Geschichte mit Gott erzählt. Und die ist ganz schön kompliziert, erklärt Altwegg: Goldschmidt wurde 1928 in Hamburg geboren, seine jüdischen Eltern waren zum Protestantismus konvertiert, was die Familie nicht vor der Rassengesetzgebung der Nationalsozialisten schützte. Nach dem Krieg konvertierte er aus Dankbarkeit für seine Rettung zum Katholizismus. Sein Gottvertrauen verlor Goldschmidt erst, resümiert Altwegg, als er nach Kriegsende mit den Bildern des nationalsozialistischen Terrors konfrontiert wurde, die "Lehrjahre eines Atheisten" begannen, schreibt Altwegg. Sehr offen berichte Goldschmidt über die frühen Jahre, so der Rezensent, darunter Verschiedenes, das nicht in der Autobiografie zu finden sei. Der mittlere Teil des Essays dagegen schließe eher an den bedeutenden Essay "Als Freud das Meer sah" an, worin Goldschmidt über das Verhältnis von Sprache und Psychoanalyse nachgedacht hatte, was er nun auf den Glauben und die Religion ausweite. Der atheistische Goldschmidt hat zu humanistischen Werten gefunden, zu einem persönlichen Glaubensbekenntnis, schließt Altwegg sichtlich beeindruckt, in dem nur "Platz für den Menschen" ist.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








