Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Franz-Xaver Kaufmann

Sozialpolitisches Denken

Die deutsche Tradition

Cover: Sozialpolitisches Denken

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN-10 3518123211
ISBN-13 9783518123218
Kartoniert, 195 Seiten, 10,00 EUR

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Klappentext

Franz-Xaver Kaufmann legt hier eine detaillierte Begriffsgeschichte der Sozialpolitik vor. Im Spiegel der Karriere dieses Begriffes - von seinem ersten Auftreten im Horizont der Hegelschen Unterscheidung von Staat und bürgerlicher Gesellschaft über seine akademische Kodierung durch den 1873 gegründeten "Verein für Socialpolitik" und seine institutionelle Verankerung durch die Bismarckschen Sozialreformen bis zu seiner Bedeutung in der andauernden Krise des Sozialstaats - entsteht zugleich eine Geschichte der Sozialpolitik in Deutschland.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 19.01.2004

Das Wort "sozial" ist im Laufe der Zeit zu einem "Wundertütenwort" geworden, "dem man zutraute, aus seiner dunklen Fülle die Mittel zur Befriedigung noch der entlegensten Wünsche zu schöpfen", meint Kersten Knipp in seiner Besprechung eines Buches von Franz Xaver Kaufmann über die deutsche Tradition sozialpolitischen Denkens. Der Rezensent entdeckt eine Unvereinbarkeit des "Glaubens an die Wünschbarkeit des Sozialen" mit der Krise als konstitutivem Bestandteil moderner Gesellschaften, wie der Autor sie in seinem "klugen Buch" definiere. Eine Antwort auf die Frage, wie der Sozialstaat zu reformieren sei, gibt auch Kaufmann nicht, bedauert der Rezensent und sieht den Grund in einem "Anwendungsdilemma", in dem sich der Autor befinde. Dafür erinnert uns Kaufmann daran, dass in der aktuellen Diskussion viel auf dem Spiel steht, wie der Rezensent meint. Und die Lektüre des Buches lasse den unangemessenen "populistischen Ton" der Debatte deutlich hervortreten. "Sozialpolitik", zitiert Knipp den Autor, "auch soziale Umverteilungspolitik ist eine Weise, in der sich ein Gemeinwesen seiner basalen Solidarität versichert. Und es tut dies um des kollektiven Nutzens willen".

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren