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zuletzt aktualisiert 19.03.2010, 14.00 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Sebastian Haffner

Von Bismarck zu Hitler

Ein Rückblick. Gelesen vom Autor. 7 CDs

Cover: Von Bismarck zu Hitler

Audio Verlag, Berlin 2003
ISBN-10 3898132544
ISBN-13 9783898132541
CD, 34,95 EUR

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Klappentext

7 CDs, 478 Minuten. Gelesen von Sebastian Haffner. Produktion: Rundfunk Berlin-Brandenburg. Haffners letztes großes Buch, 1987 erschienen, behandelt die Geschichte des Deutschen Reichs von der Gründung unter Bismarck bis zu seinem Untergang durch Hitler. In zehn Kapiteln erläutert der große Publizist, wie der erste deutsche Nationalstaat entstehen konnte, wie sein Charakter sich in kurzer Folge immer wieder veränderte und warum sein Scheitern schließlich nicht nur eine Folge des Zweiten Weltkrieges, sondern auch eine logische Konsequenz aus Konstruktionsfehlern war.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.01.2004

Als Radiodokument von hoher Intelligenz und schwer überbietbarer Spannung beschreibt Rezensent Paul Ingendaay die von Haffner selbst gelesene Hörbuchversion seines 1987 erschienenen Buchs. Haffners Stimme, Diktion und schillerndes Denken bilden für den Rezensenten, der sich außerdem glänzende unterhalten hat, eine bezwingende Einheit. Haffner habe sich als "eine Art historisch schreibender Journalist" betrachtet, dessen Stärke der Rezensent in der "zuspitzenden Synthese" und "dem Mut zur Auslassung" sieht. Diese Tugenden bringt das Hörbuch für ihn nun noch prägnanter zum Vorschein. Kritik muss dagegen der publizierenden Audio-Verlag einstecken: Bemängelt wird der fehlende Hinweis, dass es sich bei dem Tondokument von 1989 um eine gekürzte und für den Rundfunk bearbeitete Fassung des Buches handelt. Ohnehin findet der Rezensent das Beiheft "schluderig zusammengepappt". Fehlerhafte Bildunterschriften, falsch geschriebene Namen bekannter Zeitgenossen finden sich ebenso auf Ingendaays Mängelliste wie das Fehlen von Informationen zur Edition.

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