Boris Barth

Dolchstoßlegenden und politische Desintegration

Das Trauma der deutschen Niederlage im Ersten Weltkrieg 1914-1933. Habil.
Cover: Dolchstoßlegenden und politische Desintegration
Droste Verlag, Düsseldorf 2003
ISBN 9783770016150
Gebunden, 625 Seiten, 49,80 EUR

Klappentext

Der Erste Weltkrieg endete mit einer eindeutigen Niederlage der Mittelmächte, und im Herbst 1918 kapitulierte das Deutsche Reich in einer aussichtslosen Situation. Die Einsicht in die Gesamtlage war aber aus strukturellen und mentalen Gründen großen Teilen der deutschen Bevölkerung verschlossen. Schon vor der Kapitulation entstanden unterschiedliche Verschwörungstheorien, die nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrages einen erheblichen weiteren Aufschwung nahmen. Wie gehen Gesellschaften mit einer Niederlage in einem industriellen totalen Krieg um? Boris Barth untersucht die Denkblockaden, Wahrnehmungsmuster und die Perzeptionen der Niederlage, die zusätzlich durch die deutschen Revolutions- und Bürgerkriegserfahrungen der unmittelbaren Nachkriegszeit deformiert wurden. Er analysiert, wie gesellschaftlich maßgebliche soziale Gruppen im Deutschen Reich die Niederlage verarbeiteten, welche Lehren, Schlussfolgerungen und politisch handlungsleitende Konsequenzen sie aus ihren Erkenntnissen zogen.
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