Mit je einem einleitenden Essay von Joseph Pearce. Frühere deutsche Übersetzungen überarbeitet von Carl Koch. Beide Biografien Chestertons sind Klassiker der katholischen Literatur - auch in Deutschland. Die neuerliche Ausgabe folgt dem Beispiel des englischen Schriftstellers und Literaturprofessors Joseph Pearce. Er fasste die Texte in einem Band zusammen, versah sie jeweils mit einem Essay zur Einleitung und zahlreichen Fußnoten, die Bezüge Chestertons erläutern.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 24.12.2003
Kurt Flasch ist fasziniert von Gilbert Keith Chesterton, so sehr, dass er sich den "intelligenten Kauz" "zum Freund" gewünscht hätte, um mit zu lachen und zu parlieren - nur lieber nicht über das Mittelalter und die beiden katholischen Heiligen, denen Chesterton in seinen späten Jahren derartig lobhudelnde, haarsträubend fehlerhafte und paradox argumentierende Bücher widmete, dass nicht einmal der überaus wohlwollende Rezensent ihn noch in Schutz nehmen kann. Chestertons wilder Unsinnsgalopp trage "alle Merkmale des anti-modernen Eskapismus" und preise den vorkonziliaren Katholizismus mit einer Lehre der Einfachheit, die Flasch so auf den Punkt bringt: "Thomas war vernünftig, Hegel war verrückt", ebenso wie Rationalisten, Materialisten und Idealisten, Protestantisten sowieso. Das passt zwar, erläutert Flasch, haargenau zu Chestertons grundsätzlicher Haltung, gegen alles zu sein, "was um 1900 in England als selbstverständlich galt", bleibe deshalb aber Quatsch - wenn auch durchaus unterhaltsamer.
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