Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Viktor Pelewin

Der Wasserturm

Erzählungen

DAAD Berliner Künstlerprogramm, Berlin 2003
ISBN-10 389357106X
ISBN-13 9783893571062
Kartoniert, 87 Seiten, 8,60 EUR

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Klappentext

Aus dem Russischen von Andreas Tretner.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 23.12.2003

Viktor Pelewin genießt in Russland sowohl bei den Intellektuellen wie beim breiten Publikum großen Zuspruch, informiert Kerstin Holm, da es ihm gelinge, das aktuelle Lebensgefühl in ebenso unterhaltsame wie philosophisch angehauchte Prosa zu transferieren. Sämtliche Reizthemen der russischen Gesellschaft tauchten in Pelewins Romanen auf, erklärt Holm, ob es nun um das Geflecht von Bürgerkrieg und Psychiatrie, das mysteriöse Gebaren der Finanzwelt oder um den Schulterschluss von Werbung und öffentlicher Politik ginge. Ihre Popularität verdankten Pelewins Romane allerdings auch einer literarisch wenig ambitionierten Sprache, behauptet Holm. Umso erfreuter ist sie nun einen anderen, sprachlich bewusster arbeitenden Autor zu entdecken. Sämtliche Erzählungen des nun vom Berliner Künstlerprogramm DAAD herausgegebenen Bandes stammen aus den frühen 90er Jahren. Allein ein "kleines Meisterwerk" sei die titelgebende Erzählung, schwärmt Holm, die aus einem einzigen, über dreizehn Seiten gehenden Satz bestehe, der sich für sie wie eine durch Kommata strukturierte Kamerafahrt liest. Auch Pelewins russisch-buddhistische Weltsicht, für die er heute bekannt ist, deute sich in mancher Erzählung schon an, verrät Holm und bewundert den Autor ("ein orientalischer Weiser") dafür, dass er sich jeden moralischen Tadels ebenso enthält wie falscher aufmunternder Worte. Stattdessen zeige er Wege auf, sich "aus der Knechtschaft der Kausalität" zu befreien.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren