Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Johann Gottfried Herder

Italienische Reise

Briefe und Tagebuchaufzeichnungen 1788-1789

Cover: Italienische Reise

dtv, München 2003
ISBN-10 3423131365
ISBN-13 9783423131360
Kartoniert, 742 Seiten, 15,00 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Albert Meier und Heide Hollmer. Knapp zwei Monate nach der Rückkehr Goethes aus Rom brach dessen älterer Freund Johann Gottfried Herder im August 1788 nach Italien auf. Er fand allerdings weder Goethes "Arkadien" noch die persönliche Bereicherung, die er erhofft hatte, vielmehr erfuhr er sich als Nordländer, dem die unbeschwerte Sinnlichkeit des Südens für immer fremd blieb. Seine fast einjährige "Italienische Reise" wird damit zum klassischen Beispiel einer kritischen, illusionslosen Italienerfahrung. Gerade weil Herder im Gegensatz zu Goethe und Seume seine Reise nicht in einer eigenständigen Beschreibung festhielt, entsteht in der Zusammenschau von Tagebuch, Notizen und Briefwechsel - mit Frau Caroline und den Kindern, mit dem Herzogshof in Weimar und Freunden und Bekannten - , eine eindringliche und unstilisierte Darstellung. Kein Italienerlebnis eines Deutschen ist in ähnlich intimer und authentischer Weise dokumentiert.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 18.12.2003

Mit leichtem Spott, aber nicht lieblos nimmt Lothar Müller Johann Gottfried Herders Italienreise aus den Jahren 1788 und 1789 auf, die im Gegensatz zu Goethes unter einem eher unglücklichen Stern stand. Es herrschte Verdruss beim Herrn Herder: Ständig war das Geld knapp, als Geldgeber hatte er einen Adligen samt Geliebter auf dem Hals, und kurz vor Rom wurde er auch noch beim Rasieren geschnitten. Die Kunst langweilte ihn und für die Sinnlichkeit des Landes war der protestantische Würdenträger auch nicht sonderlich empfänglich. Zu einem Buch hat Herder seine Erfahrungen nie zusammengefasst, vielmehr haben die Herausgeber Albert Meier und Heide Hollmer aus dem Nachlass Herders Briefe an seine Frau Caroline und an Goethe zusammengefasst, und dabei, wie Müller lobt, alle Vorgänger-Editionen weit übertroffen. Zum Schluss noch ein von Müller dargereichtes Zitat vom missmutigen Herder: "Ich aber bin nach Rom gereist, um ein echter Deutscher zu werden und wenn ich könnte, würde ich eine neue Irruption germanischer Völker in dies Land, zumal nach Rom veranlassen."

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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