Drei Plüschbären auf dem Dachboden - das könnte so schön und friedlich sein. Aber die beiden braunen Teddybären sind gemein und böse zu dem Pandabären, weil er nicht genauso aussieht wie sie. Erst ein unerwartetes Ereignis bringt die drei schließlich zusammen. Die Frage ist: für wie lange?
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 15.12.2003
Es ist gefährlich, befindet Martin Zips in seiner Besprechung von Heike Kellermanns "schön collagiertem" Buch "Der dritte Bär", ein so "kompliziertes Thema" wie Fremdenfeindlichkeit in ein so "dünnes, buntes Bilderbuch für Leseanfänger zu packen". Wie die Autorin sich an das Thema herangewagt hat, imponiert dem Rezensenten jedoch: Es sei ein durchaus schönes und "intelligentes" Kinderbuch dabei herausgekommen. Erzählt wird die Geschichte zweier brauner, trauriger, schon lange ausgemusterter Teddybären, die auf dem Dachboden in den Erinnerungen an die gute, alte kuschelige Zeit schwelgen. "Unmut schwelt bei den Vergessenen", der sich, als ein weiterer ausrangierter Teddy zu ihnen abgeschoben wird, gegen den Neuling wendet, ist er doch - igitt - ein Panda!, erzählt Zips. "Alsbald hänselt die brutale, braune Mehrheit die fremde, schwarze Minderheit", schildert Zips den weiteren Verlauf. Erst eine gemeinsam erlebte Notsituation bringe die Wende, doch wie sich die Geschichte fortsetzt, bleibe im Ungewissen.
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