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Annie Leibovitz
American Music
Klappentext
Mit 100 Farb- und Duotone-Fototafeln. Annie Leibovitz war von 1973 an die Hausfotografin des Magazins Rolling Stone und prägte ein Jahrzehnt lang dessen Erscheinungsbild mit ihren oft ungewöhnlich arrangierten Musikerporträts. "American Music" ist eine hochkarätige Sammlung von Porträts und Bildern von den Kultstätten des Pop und Rock, die teils aus dem Leibovitz-Archiv stammen, größtenteils jedoch speziell für dieses Projekt entstanden sind: Annie Leibovitz reiste dafür kreuz und quer durchs Land, fotografierte B.B. King, Johnny Cash, Willie Nelson und porträtierte Bruce Springsteen, Bob Dylan, Jon Bon Jovi, Eminem, Joni Mitchell, Quincy Jones, Chuck Berry und viele andere mehr.
Rezension Perlentaucher
Von 1970 bis 1983 war Annie Leibovitz die Fotografin des Rolling Stone. Sie hat auch danach nicht aufgehört die Fotografin der "American Music" zu sein. Die 263 Seiten mit großartigen Fotos von 1971 (Tina Turner, Joan Baez) bis 2003 (Norah Jones, New Birth Brass Band) sind eine beeindruckende Porträtgalerie des Musikgewerbes. Aber auch für den, der die Musik dieser Musiker nicht kennt, der, während er sich den Bildband anschaut, Händels "Samson" mit Janet Baker und John Shirley-Quirk laufen hat, ist es eine Freude in dem Buch zu blättern. Annie Leibovitz' Gesichts- und Körperlandschaften (Bilder) sind legendär, und wer jemals die von Annie Leibovitz entblößte muskulöse, magere Nacktheit Iggy Pops gesehen hat, wird sie nie wieder vergessen. Willy Nelsons Edward Sheriff Curtis' Indianeraufnahmen zitierendes Profil ist ebenso unvergesslich wie Miles Davis' Blick. Vielleicht liegt es daran, dass ich, wenn ich auf die Gesichter blicke, die Musik nicht höre, jedenfalls gefallen mir noch besser die ganz unspektakulären Aufnahmen, bei denen Annie Leibovitz die Umgebung festhielt, aus der die Musiker und die Musik kommen...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 04.02.2004
Wie betrachtet man populäre amerikanische Musik mit den Augen? Indem man wie Annie Leibowitz eine Reise antritt, die im Mississippi-Delta, der Wiege des Blues beginnt. Von dort, schreibt der Rezensent Ulf Erdmann Ziegler, zog sie weiter nach Tennessee, von dort nach Texas und immer so fort, um amerikanische Musiker zu fotografieren. Dem Rezensenten zufolge ist sie bei ihrer "monumentalen, detailverliebten Portraitistik" nicht an einer Psychologisierung interessiert, also der Darstellung des Musikers als Mensch, sondern an den Menschen als Verkörperungen ihrer Musik - ein Ansatz, den Erdmann Ziegler durchaus gutheißt: "Es ist Journalismus mit Pomp und nicht auf intim gemachte Reklame - so gesehen der ergiebigere Ansatz." Er ergänzt noch, dass sechs Musiker und Leibowitz selber Texte beigesteuert haben und mäkelt ein klein wenig am altbackenen Layout herum, lässt aber insgesamt keinen Zweifel daran, dass er die Reise genossen hat.
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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 27.12.2003
Der Rezensent mit dem Kürzel "tost" ist außerordentlich beeindruckt von diesem Bildband der US-amerikanischen Rock-Fotografin Annie Leibovitz, die seit 1970 Rockstars fotografiert. Für ihn ist dieser Band voller "Schmerzensmenschen mit Gitarre" ein Beleg dafür, dass Walter Benjamin mit seiner Annahme, "das Kunstwerk verliere durch die technische Reproduktion seine Aura", durch und durch falsch gelegen habe. Der Rezensent weiß den Blick der Fotografin zu schätzen: "ruhig, zuweilen erbarmungslos nüchtern, aber vom Ton des Blues, des Rock und des Soul beseelt". Nach "tosts" Meinung kehrt Leibovitz mit diesem Band zu ihren Ursprüngen zurück - definitiv mit Gewinn für den Betrachter.
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