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Ernst Mayr
Das ist Evolution
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Sebastian Vogel. Mit einem Vorwort von Jared Diamond. In seinem neuen Buch nimmt Ernst Mayr seine Leser mit auf eine Expedition in die Geheimnisse der Evolution. Sie führt zurück in Darwins Evolutionslehre, klärt Schlüsselbegriffe, erforscht die Vergangenheit des Menschen und schlägt den Bogen zu den neuesten Erkenntnissen der Genetik, Paläontologie und Ökologie.
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 08.01.2004
Ernst Mayr wird demnächst hundert Jahre alt und erfreut sich nicht nur bester Gesundheit, wie der Rezensent Axel Meyer versichert, sondern plant noch mehrere Bücher, darunter eine wissenschaftliche Autobiografie. Meyer zitiert auch einen optimistischen Ausspruch des großen alten Manns der Evolutionsbiologie und der Philosophie der Biologie: "For 99, I'm still pretty sharp." Meyer würdigt Mayr als den bedeutendsten Evolutionsbiologen des letzten Jahrhunderts, gewissermaßen als den Darwin seines Zeitalters. Seit dem Erscheinen seines Grundlagenwerks "Systematics and the Origin of Species" steht Mayr im Zentrum aller Kontroversen seiner Disziplin, so Meyer, der im folgenden darlegt, wie Mayr in "Das ist Evolution" einige dieser zentralen Fragen neu aufgreift. Es geht dabei vor allem um das Thema der Arten und ihrer Beziehung zu den einzelnen Individuen, aber auch um das von Darwin (trotz seines Titels "The Origin of Species") ausgesparte Thema der Entstehung der Arten - hier fallen in der Rezension die Fachbegriffe der " allopatrischen Speziation" und der "peripatrischen Speziation". Meyer versichert aber, dass Mayrs Buch auch für interessierte Laien verständlich bleibe, und dass man es "in der U-Bahn" lesen könne. Der Rezensent sieht mit Spannung den für die nächsten Jahre angekündigten Schriften des Autors entgegen.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 02.12.2003
Mit bald hundert Jahren legt Ernst Mayr, der Doyen der Evolutionsforschung, ein Lehrbuch vor. Julia Voss, die es rezensiert, ist mit seiner Ablehnung allfälliger Reduktionismen und Determinismen sehr einverstanden und weiß auch die Entschiedenheit zu schätzen, mit der er die Konzepte von "Vollkommenheit, Fortschritt und Perfektion" als für die Evolutionstheorie untauglich beiseite räumt. "Verständlich" findet Voss das Buch und "schnörkellos" in seinen Erklärungen. Nachteile aber gibt es auch: die hagiographische Darwin-Beschreibung im historischen Teil etwa liegt ihr schwer im Magen, und auch manche Wiederholung, die sich dem grundsätzlichen Recyclingcharakter des Buches verdanke, trübt den insgesamt doch positiven Eindruck.
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