Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Jonathan Carroll

Das hölzerne Meer

Roman

Cover: Das hölzerne Meer

Eichborn Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN-10 3821809078
ISBN-13 9783821809076
Gebunden, 306 Seiten, 22,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Rainer Schmidt. Aus dem einstigen Rauhbein Frannie McCabe ist ein zufriedener Mann geworden - seine Ehe mit Magda ist wunderbar, das Verhältnis zu seiner Stieftochter vertrauensvoll, und als erfolgreicher Polizeichef in Crane's View genießt er den Respekt seiner Mitbürger. Eines Tages passieren unerwartete Dinge: ein altersschwacher Pitbull wird in McCabes Büro abgegeben, ein stadtbekanntes streitsüchtiges Ehepaar verschwindet spurlos. Als der Hund kurz darauf stirbt, erweist ihm McCabe die letzte Ehre und begräbt ihn. Wenige Tage später lockt ihn ein geheimnisvoller aromatischer Duft in die Garage seines Hauses. Als er den Kofferraum seines Wagens öffnet, findet er den toten Pitbull ...

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 12.03.2004

"Heulen" möchte Martin Z. Schröder mit dem "Köter", der ihn als Zierrat der Kapitelanfänge Jonathan Carrolls Roman bei der Lektüre begleitete. Denn der Autor sei seiner "schönen Idee", dass Polizeichef McCabe von einer unbekannten Macht genötigt wird, seinen früheren und künftigen Ichs zu begegnen, schlicht nicht gewachsen. Der Protagonist verkörpere lediglich eine Wunschfigur des Autors, klagt Schröder. Als ein "Pappkamerad, der poesiealbumartig altert", verkünde McCabe in Seifenopernmanier die Moral des "sendungswilligen Autors", die unser erboster Rezensent folgendermaßen zitiert: "Lass nicht zu, dass das Normale sich für dich ausgibt". Irgendwie hält Schröder den Roman für demokratisch, und zwar insofern, "dass er niemanden wehtut". Misslungene Metaphern und kalter, wenn nicht nur vermeintlicher Humor trügen seitenweiße zum Gewicht des Buches bei, das unserem Rezensenten schon darum "ein Ärgernis" ist, weil er in ihm ein typographisches Pfuschwerk erkennt.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren