Bücherschau der Woche
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Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Martina Bauer. Herausgegeben von Robert Pledge und mit einem Vorwort von Jonathan D. Spence. Mit zahlreichen Fotos. Die chinesische Kulturrevolution (1966-1976) erstmals umfassend und durchgängig historisch belegt mit Bilddokumenten aus einem vollständigen Original-Fotoarchiv. Zusammengestellt aus einem nahezu 40 Jahre geheim gehaltenen Fundus tausender Originalnegative des chinesischen Fotografen Li Zhensheng, begleitet von seinem persönlichen Erlebnisbericht. Li Zhensheng, der als Journalist außergewöhnlichen Zugang zu den Ereignissen der Kulturrevolution erhielt, bringt mit seinem historischen Bericht eine der umwälzendsten, kontroversesten und unter-dokumentiertesten Epochen der modernen Geschichte ans Licht.
Rezension Perlentaucher
Li Zhensheng arbeitete während der Kulturrevolution als Fotograf bei der größten Tageszeitung der im Nordosten Chinas an die Sowjetunion grenzenden Provinz Heilongjiang. Er hat seine Aufnahmen in die USA retten können. Sie erinnern an eine der erschreckenden Entwicklungen des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie zeigen Massenaufmärsche und wichtiger noch Massenbegeisterung. Es gibt Fotos, die erinnern beim ersten flüchtigen Blick an Popkonzerte. Tausende von Menschen blicken auf eine Bühne, auf der vorne ein Einzelner steht, und hinter ihm, hübsch aufgereiht, eine Gruppe. Aber es handelt sich nicht um einen Sänger und seine "Uba, uba, uba" skandierende Backgroundgruppe, sondern der Einzelne steht gesenkten Kopfes auf einem wackligen Stuhl mit einem Schild um den Kopf, auf dem sein Name und seine Untat - Verrat an den Ideen Mao Zedongs zum Beispiel - steht, und die Gruppe hinter ihm ist das Tribunal, das entschied, dass er hier erst einmal für Stunden zu stehen hat und dass er dann wegtransportiert werden soll zu Zwangsarbeit oder Exekution...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 28.01.2004
Die Bilder lösen Erschrecken, Abscheu, Scham aus, doch können sie auch erklären? Matthias Messmer hat im Nachlass des Fotografen Li Zhensheng ins grauenvolle Antlitz von Maos Kulturrevolution geblickt, doch seine Suche nach Sinn, mag er auch noch so bösartig sein, blieb vergeblich - das Entsetzen kann dennoch nicht zum Begreifen werden: Der "Rote Nachrichtensoldat" dokumentiert, so Messmer einen Feldzug, "der keinem Ziel diente (außer dem der totalen Zerstörung)". Li Zhenshengs Verdienst besteht für den Rezensenten auch darin, die Anonymität der Opfer aufzuheben. Messmers Fazit: Ein "außergewöhnliches fotografisches Vermächtnis".
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 06.11.2003
Jürgen Osterhammel stellt sich angesichts dieses Bildbands, der Fotos aus der Zeit der Kulturrevolution in China enthält, die Frage, wie "sensationell" das Buch denn ist. Er kommt zu dem Schluss, dass solche Bilder die damalige "Normalität" gut wiedergeben, das wirklich Entsetzliche aber nicht zeigen. Der Rezensent beschreibt den Fotografen Li Zhensheng als "vorzüglichen Fotografen" mit Sinn für die richtige Perspektive und den richtigen Moment, wenn er ihn auch nicht unter die "Meister" der Fotokunst rechnet. Aus seinen heimlich während der Kulturrevolution gemachten 30.000 Aufnahmen stellt der Band eine Auswahl von über 300 Fotos vor, die mit einer "sorgfältig formulierten " Bildunterschrift versehen sind, informiert Osterhammel. Auch die autobiografischen Zwischentexte, die Jacques Menasche aus Gesprächen mit dem Fotografen erstellt hat, findet der Rezensent sehr aufschlussreich. Lediglich die Einleitung des "großen China-Kenners" Jonathan Spencers hat ihn wegen ihrer Oberflächlichkeit gestört. Doch ist er insgesamt recht angetan von diesem Fotoband: Er bricht keinerlei "Tabus" und außer einer einzigen Erschießungsszene zeigt er keine Gräueltaten, dafür gibt er eine Vorstellung davon, wie das 'normale' Leben in China unter der rigiden und brutalen Politik Maos aussah, lobt der Rezensent.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








