Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Maria, eine junge Frau aus dem brasilianischen Hinterland, träumt von Abenteuern, fernen Ländern und von der großen Liebe. Momentan aber ist sie gezwungen, ihren Lebensunterhalt als Tänzerin und "Sexarbeiterin" in einem Nachtclub in Rio de Janeiro zu bestreiten. Sie tut es ohne Scham, denn schließlich ist ihr Herz nicht dabei, und sie hat sich geschworen, sich nicht zu verlieben. Doch dann trifft sie jemanden, der ihre Gefühle durcheinander bringt, weil er zu ihr in einer neuen, ungewohnten Sprache spricht - der Sprache der Seele...
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 01.12.2003
Eva Marz stellt eine gewisse Diskrepanz in der Beurteilung der Romane Paul Coelhos durch das Feuilleton auf der einen Seite und durch das breite Lesepublikum andererseits fest. Während Literaturkritiker sein Werk als klischeehaft und trivial aburteilen, kann sich der brasilianische Autor einer breiten und dabei von Bill Clinton bis Mohammad Chatami durchaus illustren Leserschaft rühmen, weiß die Rezensentin. Auch diesem Roman über die junge Brasilianerin Maria, die nachts als Prostituierte, tagsüber aber an ihrem "Seelenheil" arbeitet, wird es ähnlich ergehen, meint Marz. Sie findet, dass Coelho eigentlich immer aufs neue am gleichen Buch schreibt, denn stets sind seine Protagonisten auf der "Suche nach gesicherter Identität". Wie bereits in seinen früheren Romanen geht der Autor ein "existentielles Ur-Thema" an, in diesem Fall dreht es sich um "Sex", der auch mit den "Elf Minuten" des Titels angesprochen ist, erklärt die Rezensentin. Und dieses Buch ist ihrer Meinung nach weniger ein "guter Roman" als eine "Heiligenlegende", denn der Autor versteht sich wohl eher als "Sinnstifter", denn als "Dichter", so die Rezensentin, die dies offensichtlich ganz in Ordnung findet.
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Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 04.11.2003
Paulo Coelho ist seit "Der Alchemist" ein Erfolgsautor, der es auch ohne Hilfe Elke Heidenreichs im Nu auf die Beststellerlisten schafft. Die Kritiker runzeln die Stirn, der Leserschaft ist's egal, stellt Gerrit Bartels fest. Das muss daran liegen, überlegt der Rezensent, dass Coelho die individuelle Suche nach Glück und Erfüllung in seine helfenden Hände nimmt. Die ungewöhnliche Biografie des Autors verschaffe ihm darüber hinaus auch noch persönliche Glaubwürdigkeit: Psychiatrieeinweisung, Haft und der Selbstversuch in verschiedenen alternativen Lebensmodellen. Coelhos Romane sind schlicht gestrickt, befindet Bartels, versammeln aber religiöse beziehungsweise esoterisch angehauchte Botschaften und enthalten märchenhafte oder historische Elemente. Auch "Elf Minuten" erzählt ein Märchen, so Bartels: von einer brasilianischen Prostituierten in Genf, die rechtzeitig dem richtigen Mann auf dem echten Pilgerpfad nach Compostela über den Weg läuft. Coelho geht es nicht um soziale Realitäten, heißt Bartels Schlussfolgerung, sondern seine Bücher versprächen "wohlfeile Lebenshilfe" - die ihnen miesepetrige Rezensenten nicht gewähren.
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Dressierte Geschichten über dressierte Gefühle
09.02.2012: Großes Ereignis: Peter Nadas' Jahrhundertroman "Parallelgeschichten" liegt vor und beendet damit das Sandkastenspiel der bürgerlichen Literatur. Die Zeit ist überwältigt. Auch Christian Krachts Roman "Imperium" über den Begründer eines Kokusnussreichs kommt bei ihr sehr gut an. Die FAZ liest Hanna Kralls Erinnerungen "Rosa Straußenfedern". Die NZZ lernt in Bernd Stieglers "Belichtete Augen" alles über die Wunder der Optografie. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








