Diese brisante Veröffentlichung gewinnt besondere Aktualität durch die Erfahrungen des 11. Septembers 2001. Nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center wurden erstmals einige der im Emergency Plans Book beschriebenen staatlichen Notstandsmaßnahmen in Kraft gesetzt. Entwickelt wurde dieser Plan des US-Verteidigungsministeriums 1958 auf dem Höhepunkt des kalten Krieges, um die Auswirkungen eines Atomwaffenangriffs auf die USA zu prüfen. Das Ergebnis war ein Manifest des Schreckens und der Ratlosigkeit für den Jüngsten Tag und unterlag deshalb der allerhöchsten Geheimhaltung. Im vorliegenden Buch wird das Dokument, das inzwischen wieder klassifiziert wurde, in voller Länge wiedergegeben. Der bekannte Publizist Thomas Kielinger macht in seinem Vorwort die Hintergründe und Zusammenhänge des Dokuments in seiner Bedeutung für die Gegenwart transparent.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.2003
Zu Unrecht präsentieren die Historiker L. Douglas Keeney und Stephen I. Schwartz das "Emergency Plans Book", das Keeney 1998 in den National Archives II, Silver Springs, Maryland ausgraben hat, als große "Entdeckung", urteilt Rezensent Michael Salewski. Bei der Lektüre des Dokuments wird seines Erachtens sehr schnell klar, dass sich gar nicht um ein "Buch" handelt. Salewski sieht darin ein "eher unbedeutendes, sehr allgemein gehaltenes, als Arbeitsgrundlage untaugliches Papier", das in allergröbsten Zügen darüber räsoniere, wie Amerika nach einem Atomkrieg wieder in Gang zu bringen wäre. Den Autoren empfiehlt er, bei ihrer Erforschung der jüngste atomaren Militärgeschichte erst mal das "atomare ABC" zu lernen. Es genüge nicht, "MAD" auflösen zu können, resümiert der Rezensent sarkastisch, sonst komme eben 'mad' dabei heraus.
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