Bücherschau der Woche
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Douglas Keeney, Stephen I. Schwartz
Der Jüngste Tag
Das offizielle Atomkrieg-Szenario der US-Regierung
Klappentext
Diese brisante Veröffentlichung gewinnt besondere Aktualität durch die Erfahrungen des 11. Septembers 2001. Nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center wurden erstmals einige der im Emergency Plans Book beschriebenen staatlichen Notstandsmaßnahmen in Kraft gesetzt. Entwickelt wurde dieser Plan des US-Verteidigungsministeriums 1958 auf dem Höhepunkt des kalten Krieges, um die Auswirkungen eines Atomwaffenangriffs auf die USA zu prüfen. Das Ergebnis war ein Manifest des Schreckens und der Ratlosigkeit für den Jüngsten Tag und unterlag deshalb der allerhöchsten Geheimhaltung. Im vorliegenden Buch wird das Dokument, das inzwischen wieder klassifiziert wurde, in voller Länge wiedergegeben. Der bekannte Publizist Thomas Kielinger macht in seinem Vorwort die Hintergründe und Zusammenhänge des Dokuments in seiner Bedeutung für die Gegenwart transparent.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.10.2003
Zu Unrecht präsentieren die Historiker L. Douglas Keeney und Stephen I. Schwartz das "Emergency Plans Book", das Keeney 1998 in den National Archives II, Silver Springs, Maryland ausgraben hat, als große "Entdeckung", urteilt Rezensent Michael Salewski. Bei der Lektüre des Dokuments wird seines Erachtens sehr schnell klar, dass sich gar nicht um ein "Buch" handelt. Salewski sieht darin ein "eher unbedeutendes, sehr allgemein gehaltenes, als Arbeitsgrundlage untaugliches Papier", das in allergröbsten Zügen darüber räsoniere, wie Amerika nach einem Atomkrieg wieder in Gang zu bringen wäre. Den Autoren empfiehlt er, bei ihrer Erforschung der jüngste atomaren Militärgeschichte erst mal das "atomare ABC" zu lernen. Es genüge nicht, "MAD" auflösen zu können, resümiert der Rezensent sarkastisch, sonst komme eben 'mad' dabei heraus.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








