Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Karl Gutzkow

Briefe eines Narren an eine Närrin

Cover: Briefe eines Narren an eine Närrin

Kadmos Kulturverlag, Berlin 2001
ISBN-10 3931659194
ISBN-13 9783931659196
Gebunden, 224 Seiten, 17,50 EUR

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Klappentext

Von den einen verketzert, von den anderen über die Maßen gelobt, muss Karl Ferdinand Gutzkow sicherlich zu den einflussreichsten deutschsprachigen Autoren seiner Zeit gerechnet werden und galt dennoch bis vor kurzem als nahezu vergessen. In jüngster Zeit jedoch mehren sich die Zeichen eines öffentlichen wie wissenschaftlichen Interesses an dem "Physiologen" der 1830er bis 70er Jahre, dem unermüdlichen und widerborstigen Romancier, Dramatiker, Publizisten und kritischen Beobachter Karl Gutzkow. Weniger bekannt hingegen ist Gutzkows erster Roman, "Briefe eines Narren an eine Närrin". Er erschien 1832 bei Hoffmann & Campe in Hamburg und wird Oktober 1832 in Preußen verboten, von Ludwig Börne in seinen "Pariser Briefen" dagegen sehr gelobt.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 30.10.2003

Als einen politischen und poetischen Feuerkopf sowie einen leidenschaftlichen Verehrer Jean Pauls stellt uns Rezensent Rolf Vollmann den Autor dieses Buchs vor, das 1832 erschienen, prompt verboten und schließlich vergessen wurde. Gänzlich unverständlich scheint letzteres für Vollmann indes nicht zu sein. Denn es sei zwar "ganz herrlich", wie Gutzkow schreiben kann, und natürlich sei es sehr verehrungswürdig, wie sich der junge Gutzkow für Freiheit, Frieden und die Republik stark gemacht habe. Dennoch stellt sich Vollmann die Frage, was man von dieser "ganzen sympathischen Emphase" eigentlich in der Hand hat. Nicht viel, ist Vollmanns ein wenig bittere Bilanz. Also bleibt ihm nur der Gerechtigkeit halber, das Buch als "damals bestimmt brillant" zu bezeichnen.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren