Bücherschau der Woche
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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Klappentext
Herausgegeben von Peter Schmidt und Gregor Wedekind.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 30.10.2003
Valeska von Rosen begrüßt diesen Band mit Aufsätzen des Berliner Kunsthistorikers Robert Suckale aus zweieinhalb Jahrzehnten. Indem der Autor, der sich mit niederländischer, deutscher, französischer und böhmischer Kunst des Mittelalters beschäftigt, die Kunstwerke nicht stilkritisch, sondern unter dem Blickwinkel ihrer Funktion und ihres Kontexts betrachtet, hat er maßgeblich zu einer "Problematisierung des Stilbegriffs" beigetragen, so die Rezensentin zustimmen. Sie sieht den Rang der Aufsätze deshalb vor allem darin, dass Suckale durchgehend auf die spezifische Aufgabe, für die die Kunstwerke geschaffen wurden, Gewicht legt und damit die "Aufmerksamkeit für die Rhetorik des Bildes schärft", wie Von Rosen lobt. Suckales Forschungsansatz kann heute in der Kunstgeschichte weithin als " Konsens" angesehen werden, betont die Rezensentin, die in den Aufsätzen auch ein Stück "Forschungsgeschichte" dokumentiert sieht. Sie lobt die "kluge Auswahl" der Aufsätze und meint, dass wenn der Autor mit seiner "Breitseite gegen die Stilforscher" sicher auch verärgert habe, man auf diesen "scharfsinnigen Analytiker und Kritiker" in der Zunft stolz sein könne.
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