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zuletzt aktualisiert 08.02.2012, 16.40 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Joseph LeDoux

Das Netz der Persönlichkeit

Wie unser Selbst entsteht

Cover: Das Netz der Persönlichkeit

Walter Verlag, Düsseldorf 2003
ISBN-10 3530421707
ISBN-13 9783530421705
Gebunden, 512 Seiten, 39,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Englischen von Christoph Trunk. Wer sind wir wirklich? Was haben Hirnvorgänge mit unserer Persönlichkeit zu tun? Diesen Fragen geht Joseph LeDoux auf den Grund. Seine provokante These: Unsere Synapsen sind es, über die Gefühle und Erinnerungen, Denken und Handeln sich herausbilden und die so die Entstehung der Persönlichkeit maßgeblich bestimmen. Erst das Zusammenspiel der Trillionen von Schaltstellen im Gehirn versetzt uns in die Lage, ein konsistentes Individuum zu sein. LeDoux zeigt anschaulich, wie unsere Synapsen Informationen speichern, wie sie durch Erfahrung immer wieder verändert und auf diesem Weg Lernvorgänge und Gedächtnis koordiniert werden - und wie daraus letztlich der Kern unserer Persönlichkeit entsteht. Ein provokantes Buch, das die große alte Frage nach der Persönlichkeit auf neue und überraschende Weise beantwortet.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.01.2004

Vincent C. Müller lobt das neue Buch des Neurowissenschaftlers Joseph LeDoux als "gut lesbar und ansprechend übersetzt" um sich gleich darauf bitter zu beschweren, dass es nicht hält, was der Titel verspricht. Denn versprochen werde eine Erklärung dafür, wie die menschliche Persönlichkeit entsteht, doch wirkliche Antworten auf diese Frage kann auch LeDoux nicht bieten, weil der Erkenntnisstand der Neurowissenschaft dazu noch nicht genug hergibt, so Müller etwas verärgert. Er räumt ein, dass das Buch viele "interessante Details" zur Hirnforschung bietet und lobt den Autor nachdrücklich dafür, dass er die Neurowissenschaft gewinnbringend mit der Kognitionswissenschaft und der Psychologie kombiniert. Auch eine "lesenswerte Einführung" über das Gehirn, das Lernen, die Emotionen und die Motivation sowie ein "hochinteressanter" Einblick in die neurochemischen Grundlagen psychischer Erkrankungen kann man dem Buch entnehmen, so der Rezensent angetan. Eine Erklärung, wie Persönlichkeit entsteht aber kann es nicht bieten, so Müller bedauernd.

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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.10.2003

Manuela Lenzen empfiehlt Joseph LeDoux' Buch zur biologische Fundierung der kontroversen Thesen von Evolutionspsychologen wie Steven Pinker, die vehement für die Anerkennung einer durch Gene bestimmten, also durch Vererbung erworbenen menschlichen Natur streiten. LeDoux liefere eine "solide und gut zu lesende Einführung in die Grundlagen der modernen Neurowissenschaft" und schrecke dabei nicht vor unpopulären Erkenntnissen zurück: "Wir sind unsere Synapsen" lautet der Satz, mit dem er seine Leser empfängt. Doch Zuspitzungen, beruhigt Lenze, sind weniger des Autors Metier als die klare Darstellung komplexer Zusammenhänge, in der er einerseits die Bedeutung der vererbten Merkmale nicht nur des Körpers, sondern auch des Geistes unterstreicht und andererseits darauf hinweist, "dass die Gene nur die groben Umrisse unserer mentalen Funktionen und unseres Verhaltens vorgeben, mal mehr, mal weniger".

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