Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Christoph Trunk. Wer sind wir wirklich? Was haben Hirnvorgänge mit unserer Persönlichkeit zu tun? Diesen Fragen geht Joseph LeDoux auf den Grund. Seine provokante These: Unsere Synapsen sind es, über die Gefühle und Erinnerungen, Denken und Handeln sich herausbilden und die so die Entstehung der Persönlichkeit maßgeblich bestimmen. Erst das Zusammenspiel der Trillionen von Schaltstellen im Gehirn versetzt uns in die Lage, ein konsistentes Individuum zu sein. LeDoux zeigt anschaulich, wie unsere Synapsen Informationen speichern, wie sie durch Erfahrung immer wieder verändert und auf diesem Weg Lernvorgänge und Gedächtnis koordiniert werden - und wie daraus letztlich der Kern unserer Persönlichkeit entsteht. Ein provokantes Buch, das die große alte Frage nach der Persönlichkeit auf neue und überraschende Weise beantwortet.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 08.01.2004
Vincent C. Müller lobt das neue Buch des Neurowissenschaftlers Joseph LeDoux als "gut lesbar und ansprechend übersetzt" um sich gleich darauf bitter zu beschweren, dass es nicht hält, was der Titel verspricht. Denn versprochen werde eine Erklärung dafür, wie die menschliche Persönlichkeit entsteht, doch wirkliche Antworten auf diese Frage kann auch LeDoux nicht bieten, weil der Erkenntnisstand der Neurowissenschaft dazu noch nicht genug hergibt, so Müller etwas verärgert. Er räumt ein, dass das Buch viele "interessante Details" zur Hirnforschung bietet und lobt den Autor nachdrücklich dafür, dass er die Neurowissenschaft gewinnbringend mit der Kognitionswissenschaft und der Psychologie kombiniert. Auch eine "lesenswerte Einführung" über das Gehirn, das Lernen, die Emotionen und die Motivation sowie ein "hochinteressanter" Einblick in die neurochemischen Grundlagen psychischer Erkrankungen kann man dem Buch entnehmen, so der Rezensent angetan. Eine Erklärung, wie Persönlichkeit entsteht aber kann es nicht bieten, so Müller bedauernd.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.10.2003
Manuela Lenzen empfiehlt Joseph LeDoux' Buch zur biologische Fundierung der kontroversen Thesen von Evolutionspsychologen wie Steven Pinker, die vehement für die Anerkennung einer durch Gene bestimmten, also durch Vererbung erworbenen menschlichen Natur streiten. LeDoux liefere eine "solide und gut zu lesende Einführung in die Grundlagen der modernen Neurowissenschaft" und schrecke dabei nicht vor unpopulären Erkenntnissen zurück: "Wir sind unsere Synapsen" lautet der Satz, mit dem er seine Leser empfängt. Doch Zuspitzungen, beruhigt Lenze, sind weniger des Autors Metier als die klare Darstellung komplexer Zusammenhänge, in der er einerseits die Bedeutung der vererbten Merkmale nicht nur des Körpers, sondern auch des Geistes unterstreicht und andererseits darauf hinweist, "dass die Gene nur die groben Umrisse unserer mentalen Funktionen und unseres Verhaltens vorgeben, mal mehr, mal weniger".
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Homer: Die Odyssee
Die "Mutter aller Erzählungen" - in der Prosafassung von Christoph Martin, erzählt von Dieter ...
Heinrich Meier: Über das Glück des philosophischen Lebens
Die "Reveries" von Jean-Jacques Rousseau sind das schönste und das gewagteste Buch des Genfer Philosophen, ...
Archiv: Bücherschauen
Seefahrergeschichten
08.02.2012: Die SZ feiert Michael Ondaatjes Geschichte seiner Schiffspassage von Sri Lanka nach England "Katzentisch". Auch Petur Gunnarssons Kindheitserinnerungen "Punkt Punkt Kommas Strich" kann sie sehr empfehlen. Als großes Vermächtnis würdigt die NZZ die "Römische Sozialgeschichte" des ungarischen Althistorikers Geza Alföldy. Sehr beeindruckt ist sie auch von Norbert Hummelts neuem Gedichtband "Pans Stunde". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen
Hanna Krall: Rosa Straußenfedern
30.01.2012: Briefe, Fragmente, Zettel und Erzählungen erzählen vom Leben der polnischen Autorin Hanna Krall, ihrer Freunde und Zeitgenossen. Der Zweite Weltkrieg, die Volksrepublik Polen, Solidarnosc, vergegenwärtigen sich in ihrer Biografie. Lesen Sie hier einen Auszug aus "Rosa Straußenfedern". Mehr lesen








