Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
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- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Englischen von Hainer Kober. Als die Wehrmacht im Juni 1941 in die Sowjetunion einmarschierte, traf sie auf einen Gegner, der auf einen solchen Überfall nicht vorbereitet war. Im Herbst 1941 standen Hitlers Truppen vor Moskau und der Sieg schien auch hier nur eine Frage der Zeit zu sein. Wie gelang des der Roten Armee, das Blatt zu wenden und so den Untergang des Dritten Reiches einzuleiten? Und welche Auswirkungen hatte der Krieg auf die vom stalinistischen Terror zermürbte sowjetische Bevölkerung? Der Autor legt eine einzigartige Gesamtschau dessen vor, was sich in jenen Jahren auf russischem Boden zugetragen hat. Er macht nicht nur deutlioch, welche enormen Anstrengungen nötig waren, um die deutsche Übermacht zu brechen, er schildert zugleich die Vor- und Nachgeschichte des Krieges im Osten, der zu den grausamsten der Menschheitsgeschichte zählt.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.02.2004
Von diesem Buch über die Geschichte des deutsch-russischen Krieges vom britischen Autor Richard Overy ist Oliver Schmidt rückhaltlos begeistert. Er weist auf den Umfang der Darstellung hin, um sogleich zu betonen, es sei "keine Seite zuviel". Dabei ringt es ihm einige Bewunderung ab, dass sich der Autor nicht nur für die historischen Fakten interessiert, sondern in seinem Buch "Militär-, Mentalitäts- und politische Geschichtsschreibung vereint. Auch, dass Overy keine zu einfachen Erklärungen für komplexe Zusammenhänge gibt, lobt der Rezensent nachdrücklich. Zudem vermag dieses Autor "packend" zu erzählen und streckenweise liest sich das Buch in seiner "eleganten" Darstellungsweise eher wie ein Roman als wie ein Geschichtsbuch, so Schmidt begeistert. Für ihn ist dieser Band nichts weniger als ein "Standardwerk", wobei es ihm besonders imponiert, dass der Autor auch nicht vergisst, auf die Vorarbeiten russischer Historiker hinzuweisen, ohne die er sein Buch nicht hätte schreiben können.
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.12.2003
Christian Hartmann ist in seiner Besprechung nicht nur voll des Lobes für Richard Overys Buch, sondern sieht in ihm "eine ganz ungewöhnliche Souveränität und Kraft der Darstellung" wirken. Ein "Ereignis" sei das Buch: Hier habe eines der zentralen Ereignisse des 20. Jahrhunderts seine "adäquate Beschreibung" gefunden, jubelt der Rezensent. Das historische Werk gebe einen Überblick über einen Stoff und mache dessen immense Dimension fassbar: Vermutlich 8,6 Millionen sowjetische Soldaten und 17 Millionen Zivilisten starben in diesem Krieg, so Hartman. Stets treffe der Autor den "richtigen Ton", vermag sowohl die verbrecherischen Intentionen der deutschen Invasoren, aber auch die "kriminelle Energie" der Angegriffenen zu nennen, miteinander zu verknüpfen, richtig einzuordnen und zu bewerten, ohne tendenziös oder unbegründet zu sein. Overy habe "mehr als nur eine moderne, gut lesbare Überblicksdarstellung" vorgelegt, schließt Hartman seine begeisterte Rezension: "In einem gewaltigen, kaum überschaubaren Konflikt fungiert er als unparteiischer Schiedsrichter, der damit Maßstäbe legt, die noch lange gelten werden". Mehr kann man von einem historischen Werk wohl kaum verlangen.
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Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 09.10.2003
Mit seiner Gesamtdarstellung "Russlands Krieg 1941-1945" bewältigt Richard Overy nach Ansicht von Rezensent Wolfram Wette eine Aufgabe, "an die sich so bislang noch kein einzelner russischer oder deutscher Historiker herangewagt hat". Der britische Militärhistoriker beherrsche nicht nur seine kriegsgeschichtliche Materie, sondern auch die "Kunst des Erzählens". Wie der Rezensent darlegt, gelingt es Overy, die Ergebnisse der historischen Forschungen in der Sowjetunion und ihren Nachfolgestaaten, in Deutschland und den angelsächsischen Ländern zu einem "großen und stimmigen Mosaik" zusammenzusetzen und zu erklären, wie die anfangs weit unterlegene Sowjetunion Hitlers Wehrmacht besiegen konnte. Wette hebt hervor, dass Overy niemals einen Zweifel daran aufkommen lässt, dass dieser Krieg, dem 25 Millionen sowjetische Menschen zum Opfer fielen, ein "monströses Verbrechen" war, das von Hitler-Deutschland ausgelöst wurde. Beeindruckt hat Wette insbesondere Overys Fähigkeit, sich "sehr genau" in die Situation der sowjetischen Führer und des Volkes hineinzuversetzen, was dem Werk eine "besondere Überzeugungskraft" verleihe.
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Uangenehm plausibel
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