Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Alexander Kluge

Die Lücke, die der Teufel lässt

Im Umfeld des neuen Jahrhunderts

Cover: Die Lücke, die der Teufel lässt

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main 2003
ISBN-10 3518414895
ISBN-13 9783518414897
Broschiert, 949 Seiten, 29,90 EUR

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Klappentext

Mit dieser Sammlung von neuen Geschichten setzt Alexander Kluge seine Chronik der Gefühle fort. Erzählte diese in "Lebensläufen" und "Basisgeschichten" von den Erfahrungen und vor allem den Gefühlen, mit denen wir auf Zeit, Epoche und deren Brüche reagieren, so führt das neue Buch in die Bedrohlichkeitsstruktur der Realität selbst. Stichworte wie Revolution, Holocaust, Weltkrieg, Tschnernobyl, 11. September oder Irakkrise bezeichnen einige der unheimlichsten Komplexe einer scheinbar kompakten, undurchdringlich-übermächtigen Wirklichkeit.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 26.11.2003

Auch Alexander Kluge weiß nicht weiter, ist Martin Lüdke nach der Lektüre der "Lücke, die der Teufel lässt" klar geworden. Die große Sammlung von etwa 500 Geschichten sei aber Zeugnis dafür, dass Kluge unermüdlich immer weiter suche und damit zum "Glücksfall für unsere Literatur" werde. Die versammelten Stücke, die Lüdke beizeiten an die Essais von Montaigne erinnern, handeln von Katastrophen und Schlachten, von Heinrich von Kleist, von Krieg, Schicksal und Sachverhalten, kurz: "Kein Stoff, der nicht in Frage käme". Mit dieser Vielfalt will Kluge in erster Linie die "Präsenz des Bösen in der Gegenwart" zeigen, wie Lüdke vermutet. Mit literarischen Mitteln - die Trennung von Wirklichkeit und Fiktion spielt "keine Rolle", "hemmungslos und hingebungsvoll" werden Interviews und Zitate erfunden - komme Kluge zu einer Schlussfolgerung: dass sich das 20. Jahrhundert mit dem Mauerfall 1989 doch nicht zum Guten gewendet hat und für den Teufel immer eine "Lücke" frei bleibt. Leider, schreibt der Rezensent, erschließt sich dieser Subkontext nicht aus den Geschichten selbst, ein mit Kluge nicht vertrauter Leser könnte die Anordnung der Stücke auch für beliebig halten.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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