Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Karl-Heinz Göttert

Daumendrücken

Der ganz normale Aberglaube im Alltag

Cover: Daumendrücken

Reclam Verlag, Ditzingen 2003
ISBN-10 3150105331
ISBN-13 9783150105337
Kartoniert, 239 Seiten, 8,00 EUR

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Klappentext

Reste alten Aberglaubens und eines einstigen magischen Weltverständnisses findet man bei genauem Hinsehen allenthalben in unserer abgeklärten Welt: wir drücken jemandem die Daumen und halten damit böse Dämonen in Schach, wir klopfen auf Holz, pusten Geburtstagskerzen aus und sehen uns vor an Freitag dem 13. Karl-Heinz Göttert erzählt die Geschichte dieser seltsamen Relikte von Magie und Aberglaube verständlich und amüsant, ohne inquisitorischen Eifer, aber mit dem Licht der Aufklärung in der Hand.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.10.2003

In hundert kleinen Essays, so die Rezensentin Annette Mentrup, zeigt der Germanist und Kulturgeschichtler Karl-Heinz Göttert, "wie sich tiefster Aberglaube noch hinter den gängigsten Redewendungen und dem scheinbar alltäglichen Brauch versteckt". Von Weihnachten zum Aprilscherz, über den Hexenschuss und den "bösen Blick". Das hat der Rezensentin offensichtlich Spaß gemacht, wenn es sich auch bei diesem "informativen" und mit "überraschenden Querverbindungen" aufwartenden Büchlein um einen "teils recht bedrohlich anmutenden Querschnitt durch althergebrachte Denkweisen und Gebräuche" handelt. Göttert betrachte jedes Phänomen unter der Prämisse: "Wo liegt der Ursprung und was ist heute noch übrig von ihm?" Dass dabei vieles "weit hergeholt" scheint, macht es für die Rezensentin eher noch glaubhafter. Der Autor, erzählt sie, hat sich auch einen kleinen "Spaß" erlaubt, und eine einzige "gezinkte Quelle" eingestreut. Welche es ist, werde nicht verraten. Derweil stellt die Rezensentin schon einmal Vermutungen an: Ist es die? Dass man ein Geburtstagskind "gründlich durchprügelt, damit das Fleisch später im Grabe besser verfaulen könne"?

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