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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Rudolf Borchardt

Anabasis

Aufzeichnungen, Dokumente, Erinnerungen 1943-1945

Cover: Anabasis

Carl Hanser Verlag, München 2003
ISBN-10 3446203850
ISBN-13 9783446203853
Gebunden, 352 Seiten, 27,90 EUR

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Klappentext

Herausgegeben von Cornelius Borchardt in Verbindung mit dem Rudolf-Borchardt-Archiv. Rudolf Borchardts bisher unveröffentlichter autobiografischer Bericht über Zerstörung, Deportation und Verzweiflung - von der Gefangennahme der Familie in einem italienischen Weinberg bis zur überraschenden Freilassung nahe Innsbruck. Eine detaillierte Lebenschronik der letzten Kriegsjahre mit zahlreichen Abbildungen, ergänzt durch Tagebuchaufzeichnungen und Augenzeugenberichten von Borchardts Kindern.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 29.04.2004

Nachdem Rolf Vollmann ausführlich und sehr schön die Geschichte der antiken Anabasis nacherzählt hat, voller Respekt für den Autor Xenophon, ist schon fast klar, dass er Rudolf Borchardts freche Aneignung des Titels für eine Anmaßung hält. Gewiss, die Situation war schwierig genug, Borchardt führte, so sah er das, im Jahr 1944 seine Familie aus den noch anhaltenden Kriegswirren wie Xenophon einst sein riesiges Heer aus den seinen. Das, so nun Rolf Vollmann, ist in seiner Verblendung schon ein sehr typischer Zug für den Autor, der sich für eine antike Größe zu halten beliebte und doch eher ein großer "Kindskopf" mit der selten wirklich glücklichen Vorliebe für gestelzte Ausdrucksweisen und "leidenschaftliche Wortgewölle" gewesen sei. Nicht dass Vollmann ihn für uninteressant hielte, nur glaubt er ihm nicht. Viel eher schon den der Ausgabe beigegebenen Notaten der Mitlebenden, in deren Beschreibung die Umstände in einem sehr anderen Licht erscheinen. Rudolf Borchardt war, im Grunde, resümiert Vollmann, ein tragikomischer Fall. Aber doch auch, das zeigt bei allem Selbstmitleid auch seine "Anabasis", nicht ganz ohne Tragik.

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Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 06.01.2004

Ein ebenso beeindruckendes wie bedrückendes Zeitgemälde sieht Rezensent Hans Albrecht Koch in den "Anabasis"-Aufzeichnungen des Altphilologen und Dichters Rudolf Borchardt. Geradezu dankbar nimmt Koch diese Edition auf, gehört Borchardt doch zu jenen deutschsprachigen Autoren, deren Bedeutung erst spät entdeckt wurde. Auch weiß Koch von einer Fülle an Fehlern und unhaltbaren Anordnungen in der Werkausgabe zu berichten. Die vorliegenden Aufzeichnungen nun umfassen die letzten beiden Lebensjahre des Autors - der jüdischer Herkunft, doch Protestant und Preuße aus Überzeugung war - und werden von Tagebuchaufzeichnungen der Tochter Corona, den Erinnerungen seines Sohnes Cornelius, einem Stellenkommentar der Herausgeber und einer detaillierten Chronik ergänzt, wie der Rezensent lobt.

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Archiv: Bücherschauen

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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