Perlentaucher - Das Kulturmagazin

Anmelden | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 09.02.2010, 16.23 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Polina Daschkowa

Russische Orchidee

Roman

Cover: Russische Orchidee

Aufbau Verlag, Berlin 2003
ISBN-10 3351029845
ISBN-13 9783351029845
Gebunden, 435 Seiten, 20,00 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Aus dem Russischen von Margret Fieseler. Der halbseidene TV-Journalist Butejko hat in seiner Klatschsendung viele Prominente bloßgestellt, sich viele Menschen zu Feinden gemacht. Jetzt ist er tot - ermordet. Neben seiner Leiche liegt ein bewusstloser Mann, die Tatwaffe in der Hand, einer, der auch ein eindeutiges Motiv hat. Aber ist er wirklich der Täter? Untersuchungsführer Borodin hat seine Zweifel.

Möchten Sie dieses Buch kommentieren?

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 30.09.2003

Kolja Mensing fasst zusammen: Es geht um "habgierige Politiker, korrupte Polizisten, brutale Ex-KGB-Beamte und einen Edelstein". Beste Zutaten für einen Thriller, verspricht der Rezensent. So lobt er das Buch von Polina Daschkowa auch als gelungenen Kriminalroman, der einem förmlich "Willkommen in Russland" zurufe. Daschkowa zeichne ein Bild von einem Land, dass "jeder Bürger mit ein bisschen Einfluss" einen Kriminellen hinter sich stehen hat. Dieses Bild stört Mensing nicht und Daschkowas Ermittler ist ihm auch sympathisch.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 25.09.2003

Ein Problem hat dieser spannende Roman, bekennt Thomas Köster fast wider Willen: er spiegelt das Bild einer durchweg korrupten und kriminellen Gesellschaft, wie es uns tagaus tagein durch die Medien kolportiert wird. Der Oberbegriff zu diesem kriminellen Tun lautet: Mafia, und die waltet, so scheint es bei Daschkowa, im postkommunistischen Russland überall. Den Rezensenten jedenfalls hat es ein wenig frustriert, seine Vorurteile auf fiktiver Ebene gespiegelt zu bekommen. Aber vielleicht ist ja Russland tatsächlich so korrupt, fragt Köster weiter und gesteht seine Bereitschaft zum guten Glauben an die Schlechtigkeit der russischen Welt. Immerhin setze Daschkowa, eine der meistgelesenen russischen Krimiautorinnen, alles daran, ihn davon zu überzeugen, fügt er hinzu: ihr Roman sei raffiniert konstruiert, fesselnd bis zum Schluss und liefere ein farbiges Bild der russischen Gesellschaft in heutiger Zeit.

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Bücher von Lesern empfohlen

Buch: Havanna im SpiegelAlma Guillermoprieto: Havanna im Spiegel
Aus dem Spanischen und Englischen von Matthias Wolf. 1970 verließ die junge Mexikanerin Alma Guillermoprieto ...

Buch: Klar bin ich eine Ost-Frau!Martina Rellin: Klar bin ich eine Ost-Frau!
Martina Rellin hat sich mit Frauen aus dem Osten darüber unterhalten, was sie wirklich bewegt, wie sie ihr ...

Archiv: Bücherschauen

Das Gegenglück, der Geist

09.02.2010: Großer Bahnhof für J.M. Coetzee: Zu seinem Siebzigsten preisen FAZ, FR, NZZ und SZ den neuen autobiografischen Roman "Sommer des Lebens" als "grandios", "raffiniert" und "wahrste, kühnste und unterhaltsamste Literatur". Sehr lieb ist der NZZ die Anti-Hysterie von Arno Geigers Eheroman "Alles über Sally". Die taz feiert Amir Hassan Cheheltans großartigen Roman "Teheran Revolutionsstraße". Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Christopher Isherwood: Löwen und Schatten

08.02.2010: Großartig erzählt Christopher Isherwood in "Löwen und Schatten" von seiner Schul- und Studienzeit in London und Cambridge in den zwanziger Jahren, von seinen ersten Schreibversuchen und seinen ersten Freunden und Liebhabern. Hier eine Leseprobe. Mehr lesen

Miljenko Jergovic: Freelander

01.02.2010: Karlo Adum heißt der Held in Miljenko Jergovics neuem Roman "Freelander". Er ist ein pensionierter Lehrer und begibt sich eher widerwillig auf eine Irrfahrt durch Kroatien nach Bosnien und Herzegowina. Zu einer Testamentseröffnung. Lesen Sie hier einen Auszug.
Mehr lesen

Alain Mabanckou: Black Bazar

25.01.2010: Alain Mabanckou erzählt in seinem Roman "Black Bazar" sehr selbstironisch von den Träumen afrikanischer Männer, die in Paris ihr Glück suchen. Und hin und wieder auch einen Rückschlag verschmerzen müssen. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Archiv: Buchautoren