Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Mit seinen zuletzt erschienenen Werke Tage mit Gombrowicz und Hiob und Heine hat sich Eörsi in die erste Reihe der ungarischen Gegenwartsliteratur geschrieben. Sein schriftstellerisches Temperament entzündet sich am Aktuellen, er ist ein mutiger Publizist, ein angriffslustiger, perspektivischer Denker, der keine Tabuthemen, keine Debatte, keine Feindschaften scheut. Die Sammlung seiner Essays, Reflexionen und Polemiken aus den neunziger Jahren, denen Porträts intellektueller Freundschaften an die Seite gestellt werden, liest sich wie ein scharfsinniger Kommentar zu den Erfahrungen der Epoche. In seiner Auseinandersetzung mit dem Ende der kommunistischen Ära 1989 und den neuen Nationalismen, mit dem Auseinanderbrechen Jugoslawiens, den Kriegen auf dem Balkan und dem ungarischen Antisemitismus verfolgen wir den schwierigen Weg Mitteleuropas ins 21. Jahrhundert.
Rezension Perlentaucher
An den Texten des1931 geborenen ungarischen Autors und Essayisten Istvan Eörsi reizt immer wieder sein Witz, sein hoch entwickelter Sinn für die Freuden das Paradoxen. "Der rätselhafte Charme der Freiheit - Versuche über das Neinsagen" heißt eine Sammlung seiner Essays. Sie erschienen ursprünglich zwischen 1985 und 2003. Es macht Spaß, sie wieder zu lesen. Sie haben nichts von ihrer Widerspenstigkeit, von ihrer heiteren Klarheit verloren. Die Patina, die sich auf sie gelegt hat, hat ihnen nichts von ihrer beharrlichen Zudringlichkeit genommen. Sie sind nicht nur noch ebenso stark wie damals. Sie haben an Stärke zugenommen. Denn heute sind sie auch Ausdruck, Dokumente einer Zeit, einer verschwundenen Art zu denken und zu argumentieren. Man lese aus dem Jahre 1985 "Der Sowjetmensch: ein verlorenes Vorbild"...
Lesen Sie mehr in Arno Widmanns 'Vom Nachttisch geräumt'
Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 18.09.2003
Sehr angetan zeigt sich Thomas Grob von diesem Band mit Essays, die zwischen 1985 und 2002 für verschiedene deutsche Zeitschriften entstanden sind. Er preist den ungarischen Autor als "begnadeten Essayist", wobei für ihn der besondere Wert der Texte nicht unbedingt in bezwingender Argumentation oder sprachlicher Brillanz liegt, sondern in der "Authentizität" die für ihn den Ton der Texte ausmachen. Die Essays, die die politischen Situation Ungarns, die Kriege seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und einzelne "intellektuellen Zeitgenossen" in Form von Porträts behandeln, sind "durch und durch politisch", meint Grob, der darin eine gegenläufige Tendenz zum Postmodernismus erkennt. Ihn beeindruckt es, dass Eörsi sich in seinen Texten nicht "scheut", auch eigene "stalinistische Jugendsünden" zu benennen und findet überhaupt, dass sie von der "Augenzeugenschaft" des Autors leben. Obwohl sich Eörsi als scharfsinniger, "brillanter Beobachter" erweist und sich auch um Distanz zu seinen Themen bemüht, sind manche Texte, wie das Porträt von Lukacs, "geradezu anrührend", so Grob feinfühlig, wobei er in dem "Neinsagen" des Untertitels eine "Sehnsucht nach dem Ja" zu erspüren vermeint.
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Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








