Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Mirjam ist fünfzehn. Manchmal findet sie sich gut, so wie sie ist. Aber manchmal findet sie alles nur zum Davonlaufen. Sie wäre gern so wie Laura, die neu in ihrer Klasse ist und genau zu wissen scheint, was sie will. Als Mirjam und Laura sich anfreunden, merkt Mirjam bald, dass sie Laura am liebsten ganz für sie allein hätte. Aber Laura hängt immer öfter mit Philipp rum - ist er wirklich nur Lauras "guter Freund"? Der Debütroman von Tamara Bach wurde mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnet.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 06.10.2003
Pubertät, das sind Gefühle, die riesengroß sind und sich nirgendwo ordentlich hinsortieren lassen, erinnert sich Antje Weber. Verschärft wird diese Situation, meint sie, wenn die erste Liebe anders kommt als erwartet, nämlich das eigene Geschlecht betrifft. Eine solche Situation beschreibt Tamara Bach mit ihrem Debütroman "Marsmädchen" höchst eindringlich, so Weber: die Verwirrung über die eigenen Gefühle, die Verzweifelung, anders zu sein als die anderen, das erschütterte Selbstbild, die überschießenden Emotionen. Bachs Sprache sei geradeheraus und die Geschichte mit vielen typischen Dialogen durchsetzt, auch wenn der Rezensentin die andauernde Selbstbespiegelung der weiblichen jungen Heldin etwas auf die Nerven geht. Aber das ist wohl so in diesem Alter, seufzt sie hörbar. Ansonsten ein zu Recht mit dem Oldenburger Kinder- und Jugendbuchpreis ausgezeichnetes Buch, sagt sie.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.09.2003
Ralf Schweikart zeigt sich geradezu überwältigt von diesem Jugendbuch, das die Liebe der 15-jährigen Miriam zu ihrer Schulfreundin Laura erzählt. Er preist die Autorin für die "unaufdringliche Tiefe" und die äußerst gelungenen Dialoge, und er vermutet, dass Tamara Bach diese Kunst bei Tätigkeiten für Theater und Fernsehen gelernt hat. Der Rezensent ist begeistert von der "frischen Bildhaftigkeit" des Buches. Er findet, dass das "Äußere und das Innere" durch die Dialoge und Reflexionen der Protagonistin sehr überzeugend wiedergegeben sind. Besonders gut gefällt ihm, dass die Versatzstücke der zeitgenössischen Popkultur, die im Roman vor allem als Musiktexte erscheinen, nicht nur wie sonst in Jugendbüchern zumeist üblich, lediglich als "schillernde Oberfläche" auftauchen, sondern handlungsrelevant sind. Schweikart schreibt der Autorin viel "Gespür" und zudem "überzeugende literarische Mittel" zu und wünscht sich noch viele solche Jugendbücher.
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Mehr Bücher aus dem Themengebiet
Von Lesern empfohlene Bücher
Petur Gunnarsson: punkt punkt komma strich
Aus dem Isländischen von Benedikt Grabinski. Eine isländische Kindheitsgeschichte, die am Ende des Zweiten ...
Moti Kfir, Ram Oren: Sylvia Rafael
Als bei den Olympischen Spielen in München im September 1972 elf israelische Sportler von einer palästinensischen ...
Archiv: Bücherschauen
Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








