Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 14.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Ralf Liedtke

Das romantische Paradigma der Chemie

Friedrich von Hardenbergs Naturphilosophie zwischen Empirie und alchemistischer Spekulation

Cover: Das romantische Paradigma der Chemie

Mentis Verlag, Paderborn 2003
ISBN-10 389785287X
ISBN-13 9783897852877
Kartoniert, 396 Seiten, 50,00 EUR

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Klappentext

Nachdem Friedrich von Hardenberg, genannt Novalis, viele Jahre lang vorwiegend als ätherischer romantischer Geisterseher gehandelt wurde, wird sein naturphilosophisches Werk - ähnlich wie das - des jungen Schelling - gegenwärtig auch von wissenschaftstheoretischer Seite neu entdeckt. Anhand der Studien zur Chemie und Alchemie, die Hardenberg als Bergbaufachmann betrieb, versucht die vorliegende Arbeit, ein ganzes Netz von Gedankengängen sichtbar zu machen, das sich bislang dem philosophiegeschichtlichen ebenso wie dem wissenschaftsphilosophischen Zugriff entzog. Über die übliche Einzeldarstellung hinaus wird die romantische Vernetzung der Diskurse anhand verschiedener von Novalis rezipierter Größen wahrgenommen (Kant, Fichte, Schelling, Baader, Eschenmayer, Sömmering, Chladni, Werner, Lampadius, Wiegleb u.a.), wobei auch neue Handschriftenfunde Berücksichtigung finden.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.09.2003

Manuela Lenzen rezensiert eine Habilitationsschrift, die eine seltene Kombination aufweist: sie geht sowohl Literaturwissenschaftler wie Chemiker etwas an. Das liegt daran, dass der als romantische Dichter bekannte Friedrich von Hardenberg, alias Novalis gelernter Salinenassessor und Bergbaufachmann war und zugleich Mathematik, Jura und Philosophie studiert hatte. Der Autor habe sich daran gemacht, die diversen Inspirationsquellen der Hardenbergschen Naturphilosophie ausfindig zu machen und dabei ein Stück Geistesgeschichte aufgeschlagen, das wenig bekannt sei, lobt Lenzen. Eines der Liedtkeschen Ergebnisse etwa sei, deutet Lenzen an, dass die Chemie die Geistesgeschichte mindestens ebenso beeinflusst hat wie die Physik. Chemische Metaphern seien den Romantikern äußerst geläufig gewesen. Hardenberg habe die Grenze zwischen der modernen, exakten Naturwissenschaft und der eher spekulativen Alchemie nie sonderlich interessiert, berichtet Lenzen weiter; ihm habe ein dritter Weg zwischen Kreativität und Naturwissenschaft vorgeschwebt: Ein Plädoyer für eine Poetisierung der Wissenschaften.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

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