Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
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Aus dem Archiv
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- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
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Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Renate Orth-Guttmann. Die sechsköpfige Familie Mulvaney ist vom Glück begünstigt, beliebt und angesehen, ein All-American-Clan - bis zu dem Tag, an dem ein schreckliches Verbrechen den Zusammenhalt und alle Stärke der Mulvaneys fordert und sie vor eine Zerreißprobe stellt. An einem Valentinstag bricht das Unglück über die Mulvaneys herein: Die einzige Tochter der Familie, Marianne, soll vergewaltigt worden sein. Dieses Verbrechen, über das in der Stadt gemutmaßt und innerhalb der Familie geschwiegen wird, stellt alle auf die Probe und löst schließlich einen Nervenkrieg aus, der zum bislang undenkbaren Bruch in der Familie führt. Der jüngste Sohn Judd macht sich als Erwachsener auf die Suche nach der Wahrheit, wird so zum Chronisten der Familie Mulvaney, und bringt eine erschreckende wie tragische Geschichte ans Licht. Erst siebzehn Jahre später gibt es Hoffung auf Versöhnung.
Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 24.09.2003
Ursula März sähe es lieber, Joyce Carol Oates würde nicht so viele und nicht so lange Bücher schreiben. Sie sei nämlich ihrer "schieren Überproduktivität" wegen zwar "berühmt, aber unbekannt". Auch März schickt sich keinesfalls an, das Loblied der unentdeckten Bestsellerautorin zu singen, im Gegenteil: "Wir waren die Mulvaneys" sei durchaus fehlerhaft und befinde sich in "Grenznähe zu literarischer Unterhaltung" - die Rezensentin fühlt sich auf unangefochten künstlerischen Boden wohler und kreidet dem Buch seine Unausgereiftheit an. Vor allem die Erzählerstimme, ein Ich, das eigentlich als Wir spricht, sei unausgegoren. Sie hält Oates allerdings zugute, eine bewegende Familientragödie geschrieben zu haben, und gibt sich schließlich gnädig: "Bei allen handwerklichen Schwächen ist Joyce Carol Oates der Intensität der Geschichte am Ende gewachsen."
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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 08.09.2003
Tobias Döring zeigt sich von diesem Roman, in dem eine Vergewaltigung geschildert wird, an der eine amerikanische Kleinstadtfamilie fast zerbricht, sehr angetan. Zwar kommt ihm manches ein bisschen bekannt vor, was ihn bei der beeindruckenden Produktivität Joyce Carol Oates auch nicht weiter wundert, und mitunter scheint ihm ihr Stil durchaus etwas "routiniert". Dennoch attestiert er der Autorin, sowohl "eingängig" als auch überaus "eindringlich" zu schreiben und er findet diesen Roman äußerst spannend und "sehr gekonnt" gemacht. Döring preist die amerikanische Autorin für ihre "selbstverständliche Erzählkraft" und zeigt sich insbesondere von der feinfühligen Psychologie der Geschichte beeindruckt. Am Ende lobt der Rezensent die Autorin ziemlich paradox aber begeistert, Bücher für den "Augenblick" zu schreiben, an die man noch lange denken müsse. Dass dann auch noch die "oft auf unwirkliche Weise stimmige" Übersetzung vergessen macht, dass es sich überhaupt um eine Übersetzung und nicht um das Original handelt, freut den Rezensenten besonders.
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Uangenehm plausibel
11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen
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Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen








