Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.08.2003
Der Stern des Rene Descartes, der heute weithin als Begründer der Philosophie der Neuzeit angesehen wird, war im 18. Jahrhundert tief gesunken, allen offiziellen Lobgesängen zum Trotz. Dies demonstriert die Philosophiehistorikerin Tanja Thern an Texten von Diderot bis Voltaire, aber auch Theaterstücken, in denen Descartes immer wieder als "Wirbelmacher" und "Tiermechaniker" verspottet und vorgeführt wird. Philosophisch rangiert man ihn weit hinter Locke und Newton ein, Voltaire erklärt die Descartes-Lektüre gar für überflüssig, um 1770 ist der große Denker des 17. Jahrhunderts nurmehr eine "Spottfigur". Der Rezensent mit dem Kürzel "upj." lobt die Arbeit als "materialreich und durchaus verblüffend".
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…