"Die Musik wird für Deinen Bruder Felix vielleicht zum Beruf, während sie für Dich stets nur Zierde, niemals Grundbass Deines Seins und Thuns werden kann und soll ...", schrieb Abraham Mendelssohn 1820 an seine vierzehnjährige Tochter Fanny. Diese Beschneidung der Talente ist ein Schicksal, das die Schwester des Komponisten Felix Mendelssohn Bartholdy mit vielen Künstlerinnen des 18. und 19. Jahrhunderts teilt. Erst eine Reise nach Italien und Rom 1839, die sie der Kontrolle ihrer Familie entzog, ließ ihre Ambitionen wieder aufleben: In Rom umgab sie sich mit Künstlern, die ihr zeigten, was künstlerische Freiheit bedeuten konnte, und sie erreichte ihre schöpferische Blüte. Das Tagebuch dieser Italienreise und die dort entstandene Klavierstückesammlung "Das Jahr" entdeckt die zweite Heldin aus Quasi una fantasia für sich: Die Klavierlehrerin Selma übt die "12 Charakterstücke für das Fortepiano" ein und erinnert sich dabei an ihren eigenen künstlerischen Weg, den sie, wie Fanny, gegen den Willen ihres Vaters, gefunden hat.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…