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Elias Canetti
Über den Tod
Klappentext
Redaktion: Penka Angelova. Mit einem Nachwort von Thomas Macho. "Aber ich verfluche den Tod. Ich kann nicht anders. Und wenn ich darüber blind werden sollte, ich kann nicht anders, ich stoße den Tod zurück. Würde ich ihn anerkennen, ich wäre ein Mörder." So und in vielen anderen Facetten schreibt Elias Canetti in seinen lebenslang geführten Heften über den Tod. Das Buch versammelt seine Aufzeichnungen zu diesem großen Thema des Lebens.
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.07.2003
Nur in den höchsten Tönen spricht Rezensent Burkhard Müller über Elias Canettis postum erschienenes Buch "Über den Tod". Als sein "stärkstes und dunkelstes Buch" würdigt er es, als "erhabenes Buch". Aber auch als "unerträgliches Buch", das nach wenigen Seiten Lektüre den Wunsch erzeuge, ihm zu entrinnen. Müller schildert den Tod des Vaters als Canettis Urerlebnis, das ihn sein Leben lang nicht mehr loslassen sollte. Daraus erklärt sich für Müller Canettis Furor gegen den Tod, dessen uneingeschränktes "Nein" zum Tod, das er mit "übermenschlichen Kraft" wiederhole. Nicht wegen seiner Einsichten, seines Stils oder seiner Humanität hält Müller Canettis "Über den Tod" für dessen "größtes" Buch, sondern wegen dieser Kraft, die niemals nachlasse. "Dem steinernen Faktum, das nicht blinzelt", schreibt Müller mit Blick auf den Tod poetisch, "antwortet, allein angemessen, eine spiegelbildliche Unerbittlichkeit, die jeden anderen Gedanken als läppisch abweist." Darin sieht Müller den Hauptzug des Buches, das eigentlich ein Kompendium aus allen möglichen Schriften Canettis sei, das dieser nicht mehr selbst veröffentlichen wollte. Dass der Verlag Penka Angelova, die die Redaktion des Buches besorgte, mit einer winzigen Anmerkung abfertigt, während er groß das Nachwort von Thomas Macho herausstellt, findet Müller dabei nicht ganz fair.
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Uangenehm plausibel
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