Perlentaucher - Das Kulturmagazin

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zuletzt aktualisiert 11.02.2012, 21.01 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Elias Canetti

Über den Tod

Cover: Über den Tod

Carl Hanser Verlag, München 2003
ISBN-10 3446202390
ISBN-13 9783446202399
Gebunden, 135 Seiten, 14,90 EUR

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Klappentext

Redaktion: Penka Angelova. Mit einem Nachwort von Thomas Macho. "Aber ich verfluche den Tod. Ich kann nicht anders. Und wenn ich darüber blind werden sollte, ich kann nicht anders, ich stoße den Tod zurück. Würde ich ihn anerkennen, ich wäre ein Mörder." So und in vielen anderen Facetten schreibt Elias Canetti in seinen lebenslang geführten Heften über den Tod. Das Buch versammelt seine Aufzeichnungen zu diesem großen Thema des Lebens.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 29.07.2003

Nur in den höchsten Tönen spricht Rezensent Burkhard Müller über Elias Canettis postum erschienenes Buch "Über den Tod". Als sein "stärkstes und dunkelstes Buch" würdigt er es, als "erhabenes Buch". Aber auch als "unerträgliches Buch", das nach wenigen Seiten Lektüre den Wunsch erzeuge, ihm zu entrinnen. Müller schildert den Tod des Vaters als Canettis Urerlebnis, das ihn sein Leben lang nicht mehr loslassen sollte. Daraus erklärt sich für Müller Canettis Furor gegen den Tod, dessen uneingeschränktes "Nein" zum Tod, das er mit "übermenschlichen Kraft" wiederhole. Nicht wegen seiner Einsichten, seines Stils oder seiner Humanität hält Müller Canettis "Über den Tod" für dessen "größtes" Buch, sondern wegen dieser Kraft, die niemals nachlasse. "Dem steinernen Faktum, das nicht blinzelt", schreibt Müller mit Blick auf den Tod poetisch, "antwortet, allein angemessen, eine spiegelbildliche Unerbittlichkeit, die jeden anderen Gedanken als läppisch abweist." Darin sieht Müller den Hauptzug des Buches, das eigentlich ein Kompendium aus allen möglichen Schriften Canettis sei, das dieser nicht mehr selbst veröffentlichen wollte. Dass der Verlag Penka Angelova, die die Redaktion des Buches besorgte, mit einer winzigen Anmerkung abfertigt, während er groß das Nachwort von Thomas Macho herausstellt, findet Müller dabei nicht ganz fair.

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Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren