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zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 14.50 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Nico Stehr

Wissenspolitik

Die Überwachung des Wissens

Cover: Wissenspolitik

Suhrkamp Verlag, Frankfurt am MAin 2003
ISBN-10 3518292153
ISBN-13 9783518292150
Broschiert, 350 Seiten, 13,00 EUR

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Klappentext

Wir haben eine neue Phase in öffentlichen Auseinandersetzungen über die gesellschaftliche Rolle der Wissenschaft erreicht. Die kontroverse Diskussion um embryonale Stammzellen, Neurogenetik, Xenotransplantationen oder reproduktives Klonen macht beispielsweise deutlich, dass die Frage nach den sozialen Voraussetzungen und Folgen ungebremst expandierender (natur-) wissenschaftlicher Erkenntnisse zur dringlichen Problematik der gesellschaftlichen Tagesordnung und des politischen Alltags wird. Die gegenwärtige Diskussion über die Rolle neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse mündet nicht selten in den Ruf nach einer Überwachung des Wissens. Es entsteht ein neues Politikfeld: die Wissenspolitik

Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 08.10.2003

In seinem Essay zur "Wissenspolitik" fasst Nico Stehr eine Vielzahl "von äußerst wichtigen Fragen zur Umsetzung" neuerer Technologien zusammen, gesteht Jakob Vogel nur leider schreibe Stehr zum einen "nicht frei von soziologischem Jargon" und auch nicht "in allen Punkten stringent". Besonders die Einsicht, dass "divergierende Wissenskulturen" variable "praktische Lösungen zur Kontrolle und Beschränkung" der neuen Technologien verlangen, hat der Rezensent bei der Lektüre vermisst. Doch findet Vogel auch noch lobende Worte: So sei das Buch nichtsdestotrotz "außerordentlich anregend" und gebe "wichtige Anstöße" zum Umgang unserer Gesellschaft mit neuen wissenschaftlichen und technischen Möglichkeiten.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 16.07.2003

Wissen ist Macht, und deshalb gibt es auch so etwas wie "Wissenspolitik" - die Kontrolle des Umgangs mit Erkenntnissen. Das sagt der Wissenssoziologe Nico Stehr, und Martin Bauer gibt ihm Recht darin, dass mit dieser Prämisse die drängenden Fragen überhaupt erst aufkommen. Denn in den "postindustriellen Wissensgesellschaften" sei ja ein "hochriskantes Experiment" im Gange: neue Erkenntnisse beispielsweise aus der Biotechnologie, generiert von einem "global operierenden wissenschaftlich-industriellen Komplex" bestimmten unsere Zukunft, und zwar relativ unabhängig von politischen Steuerungen. Man könne deshalb nicht viel mehr als hoffen, dass es gut ausgeht - dass sozusagen das Wissen mit dem Wissen Schritt hält. Das alles scheint Stehr sehr kompetent zu diskutieren, jedenfalls findet der Rezensent nichts zu bemängeln außer einer gewissen Redundanz der Darstellung.

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11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

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06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

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