Siemens - wie kein anderes steht dieses 155 Jahre alte Unternehmen für "Made in Germany". Allerdings stellten die Liberalisierungswelle, die Öffnung abgeschotteter Märkte und die Globalisierung der Kapitalmärkte die Spielregeln völlig auf den Kopf, die das Unternehmen einst perfekt beherrschte. Auch Siemens musste sich ändern. Aber wie? An Siemens manifestieren sich Zeiterscheinungen des Wirtschaftslebens genauso wie die Traditionen erfolgreichen Unternehmertums. Durch Interviews mit Chefs, Pförtnern, Maschinenbauern und Analysten ergründet die Autorin das Phänomen Siemens und seine Kultur
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.07.2003
Für Robert Fieten hat die Schweizer Wirtschaftsjournalistin Daniela Decurtin den Beweis geliefert, dass eine Unternehmensgeschichte keine langweilige Chronik werden muss, sondern durchaus spannend erzählt werden kann. In ihrem Buch lässt Decurtin Vorstandsvorsitzende, Pförtner, Ingenieure, Turbinenbauer, Analysten und Betriebsräte von Siemens zu Wort kommen und skizziert zugleich die 155-jährige Geschichte des Konzerns von einer Hinterhof-Werkstatt zum Weltkonzern. Besonderen Wert legt sie auf die Umwälzungen der neunziger Jahre, was Rezensent Fieten ganz einsichtig findet, schließlich haben die Liberalisierungswelle und der gestiegene Einfluss der Finanzmärkte den Konzern Abschied nehmen lassen von der liebgewonnenen Vorstellung "Einmal Siemens, immer Siemens", wie Fieten schreibt. Vermisst hat der Rezensent allein einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Unternehmens.
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