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zuletzt aktualisiert 20.03.2010, 13.13 Uhr

Bücher der Saison

Eine Auswahl der interessantesten, umstrittensten und meist besprochenen Bücher der Saison.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Thornton Wilder

Unsere kleine Stadt

1 CD

Cover: Unsere kleine Stadt

Hoffmann und Campe Verlag, Hamburg 2003
ISBN-10 3455320104
ISBN-13 9783455320107
CD, 17,90 EUR

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Klappentext

Aus dem Amerikanischen von Hans Sahl.Gesprochen von Helmut Käutner, Dagmar Altrichter, Harry Meyen, Ida Ehre und anderen. Dieses Hörspiel aus dem Archiv des NDR entstand bei Radio Hamburg. Am 22. Oktober 1945 wurde es zum ersten Mal gesendet. In dem berühmtesten Drama des amerikanischen Autors geht es scheinbar um das ganz normale Leben in einer ganz normalen Stadt. Der Hörer erlebt die Hochzeit von Emily und George und den Tod Emilys, die - aus dem Totenreich auf die Lebenden blickend - erschüttert feststellt, dass die Ihren das Leben und seine Einmaligkeit nicht begreifen.

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Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 02.12.2003

Einfach "wunderbar" findet Martin Z. Schröder diese Hörspielfassung von Thornton Wilders "Unsere kleine Stadt", die unter der Leitung von Regisseur Helmut Käutner im Oktober 1945 von Radio Hamburg erstmals gesendet wurde. Wie Schröder berichtet, handelt es sich dabei um eine Live-Aufnahme im Studio, wobei die Geräusche von Schallplatten dazu kamen. Einen "besonderen Reiz" sieht Schröder Sprachduktus der damaligen Sprecher, den er als "zögerlich, leise, deutlich" charakterisiert - "als hinge noch die Verwirrung nach der Diktatur und einem vorher unvorstellbaren Krieg und dem Elend in der Luft." Die Bedächtigkeit des Gesprochenen führt er auch darauf zurück, dass die Menschen damals nicht vom "permanenten elektronischen Geplapper unserer Zeit" beeinflusst waren.

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Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.06.2003

Rezensent Uwe Ebbinghaus findet dieses kurz nach Kriegsende entstandene Hörspiel (trotz gelegentlicher Insuffizienzen bei der Aussprache angelsächsischer Vokabeln) sehr beeindruckend. Das liegt einerseits an der "fast überbordenden Spielfreude" der Akteure: allesamt Sprecher, die bedeutende Schauspieler beziehungsweise Synchronsprecher der Bundesrepublik werden sollten, "allen voran der Regisseur, Bearbeiter und Sprecher Helmut Käutner", der Ebbinghaus in dieser Aufnahme hören lässt, "dass hier jemand die einmalige Chance der 'Stunde Null' für die deutsche Nachkriegskunst wittert und mit aller Suggestionskraft nutzen möchte". An den Spielszenen fasziniert den Rezensenten, wie harmonisch die im Studio versammelten, höchst unterschiedlichen Sprechertypen zusammenklingen, deren exemplarische Lebensläufe (Ida Ehre, Harry Meyer) das Hörspiel für heutige Hörer zusätzlich mit Bedeutung aufladen, wie man aus der Beschreibung des Rezensenten schließen kann.

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