Bücherschau der Woche
Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.
Literaturbeilagen
All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.
Über uns
Service für Leser
Service für Kunden
Aus dem Archiv
- Debatte "Islam in Europa": Mit Beiträgen von Pascal Bruckner, Ian Buruma, Necla Kelek, Lars Gustafsson, Adam Krzeminski, Bassam Tibi u.a.
- Der dänischer Karikaturenstreit: Eine europäische Presseschau
- Die Walser-Affäre: Der Streit um Martin Walsers Roman "Tod eines Kritikers"
- Der 11.September: Eine Presseschau
- Fallende Blätter: Zur Lage des Feuilletons heute
Links
Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.
Klappentext
Eines Morgens wittert der kleine Rumo, der wie jeder Wolpertinger bei geschlossenen Augen mit der Nase sehen kann, den silbernen Faden, der das Glück verheißt. Doch bis dahin gilt es unvorstellbaren Gefahren zu trotzen: Rumo kämpft gegen bestialische Zyklopen, befreit seinen Lehrmeister Smeik von der Teufelsinsel, schlägt sich mit tumben Blutschinken, begegnet einem genialen Schüler von Professor Dr. Abdul Nachtigaller und gelangt schließlich in das idyllische Wolperding, wo er schließlich den Ursprung des silbernen Fadens findet ...
Rezensionsnotiz zu Die Tageszeitung, 05.08.2003
Sebastian Domsch ist in seiner Begeisterung für Walter Moers dritten Rumo-Band schlichtweg nicht zu bremsen. "Wer wirklich einmal wissen will, wie das Fantastische in der Literatur aussehen kann, wenn man nur genug Fantasie hat und sich selbst nicht allzu ernst nimmt", schreibt Domsch mit Blick Joanne Rowlings "Harry Potter", "der sollte Walter Moers nach Zamonien folgen". Denn in der Welt dieses "überwältigenden Fabulierers und spannenden Erzählers" wirbeln zu Domschs Freude nicht nur Wolpertinger, Teufelszyklopen und Haifischmaden wild durcheinander, sondern auch Stollentrolle, Dämonenkrieger, untote Yetis, Vrahoks, Frostfratten und Schrecksen. Besonders beeindruckt hat den Rezensenten allerdings das telepathisch begabte, leider schizophrene Kurzschwert des Helden Rumo. Diese ganze Fantasiewelt müssen man sich ungefähr so vorstellen, feixt Domsch schließlich, als würde sie ein Tolkien beschreiben, "dem man zuerst zwanzig Jahre lang verboten hat, auch nur einen fantastischen Satz zu äußern, und den man dann auf LSD setzt".
Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 07.06.2003
Sonja Zekri hat große Sympathie für Walter Moers. Dennoch: dieser Roman aus Zamonien hat sie nicht ganz überzeugt. Held der Geschichte ist diesmal der Wolpertinger Rumo. Ein Wolpertinger ist laut Zekri ein aufrecht gehendes, sprechendes hundeartiges Wesen mit Hörnern. Rumo also soll Zamonien vor dem irren Unterwelt-Herrscher Gaunap bewahren. Anders als in den beiden vohergegangenen Romane aus Zamonien, so Zekri, ist der hier beschriebene Kosmos jedoch "nicht mehr das Reich aufregender, aber harmloser Abenteuer, sondern Schauplatz eines knallharten und für Moers ganz untypischen manichäischen Ringens." Gelegentlich bemerkt Zekri sogar einen "verkniffenen Amoralismus, der fast schon wieder moralisch wirkt". Und doch liebt sie es, wie Moers "Weltliteratur, Kino und Wissenschaften" plündert oder "Shakespeare, germanische Sagen und Nanorobotik" mischt. Im Vergleich zu Tolkiens akademischer Mittelerde wirke Zamonien "wie frisch erfunden". Im zweiten Teil hat sie sich dann aber doch gelangweilt. Wenn die Monster immer vielbeiniger und die Gefahren immer tödlicher werden, macht das die Geschichte leider nicht kurzweiliger, seufzt sie.
Lesen Sie den Originalartikel bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks
Von Lesern empfohlene Bücher
Peter Nadas: Parallelgeschichten
Aus dem Ungarischen von Christina Viragh. 1989, im Jahr des Mauerfalls, findet der Student Döhring beim Jogging ...
Klaus-Michael Bogdal: Europa erfindet die Zigeuner
Geborene Diebe und Lügner, Gefährten des Satans, Waldmenschen, unzähmbare Wilde, eine Bande von ...
Archiv: Bücherschauen
Golden german tor lass uns ein als große fisch
10.02.2012: Die SZ ermittelt mit Martin Amis' Roman "Die schwangere Witwe" jenen Nullpunkt, an dem sich Sex und Liebe trennten. Die FAZ geht mit Didier Decoin der Frage nach, warum 38 Menschen der um ihr Leben kämpfenden Kitty Genovese nicht halfen. Die FR feiert den "famose Falschmünzer" Juri Andruchowytsch und seinen Roman "Perversion". Begeistert ist sie auch von Michael Ondaatjes Roman "Katzentisch". Mehr lesen
Archiv: Vorgeblättert
Joan Didion: Blaue Stunden
09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen
Maria Sonia Cristoff: Unbehaust
06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen
Lisa Kränzler: Export A
02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen







