Perlentaucher - Das Kulturmagazin

| Folgen Sie uns auf Twitter | Folgen Sie uns auf Facebook | Anmelden | Mobil | RSS | Newsletter

zuletzt aktualisiert 12.02.2012, 21.04 Uhr

Bücherschau der Woche

Hatten Sie in den letzten Tagen keine Zeit, die Zeitung zu lesen oder bei uns vorbeizuschauen ? Macht nichts, denn hier können Sie unsere Rezensionsnotizen der letzten sechs Erscheinungstage nach Zeitung oder Themen sortiert abfragen.

Literaturbeilagen

All unsere Notizen zu den Buchkritiken in den Literaturbeilagen von FAZ, FR, NZZ, SZ, taz und Zeit.

Aus dem Archiv

Links

Kommentierte Linkliste zu internationalen Zeitungen, Zeitschriften und Verlagen.

Gottfried Keller

Die Leute von Seldwyla

Erzählungen

Reclam Verlag, Ditzingen 1993
ISBN-10 3150061792
ISBN-13 9783150061794
Kartoniert, 701 Seiten, 11,10 EUR

Bestellen bei Buecher.de

Klappentext

Pankraz, der Schmoller - Romeo und Julia auf dem Dorfe - Frau Regel Amrain und ihr Jüngster - Die drei gerechten Kammacher - Spiegel, das Kätzchen - Kleider machen Leute - Der Schmied seines Glückes - Die mißbrauchten Liebesbriefe - Dietegen - Das verlorne Lachen .

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 28.05.2003

"Von dem altväterischen Ton darf man sich nicht stören lassen", eröffnet Jens Jessen seine Besprechung von Kellers Geschichten; denn der sei "blanke Ironie" und wirksames Mittel, den zerstörerischen Einbruch des Kapitalismus in die "Großvaterwelt" des Städtchen Seldwyla darzustellen. Denn die Betulichkeit dieser Sprache sei das Vehikel von Kellers Kritik am Neuen: Wie einer, "der heute Jeans als Nietenhosen" bezeichnen würde, habe er seinen Zeitgenossen vorgeführt, wie die gesellschaftliche Mode sie manipuliert habe. Keller sei deshalb gerade nicht altmodisch, sondern überaus aktuell; Jessen zufolge war er "der erste konsequent antikapitalistische Erzähler des 19. Jahrhunderts" und ein so genauer Beobachter des moralischen und kulturellen Verfalls, der mit dem Profitinteresse Einzug hält, dass man sich von ihm auch heute noch mit Erkenntnisgewinn lesen könne. "Wirklich modern" aber sei, so Jessen, "seine Diagnose, dass es am Ende im kapitalistischen Wettbewerb keine Sieger gibt".

Bestellen Sie dieses Buch bei buecher.de
Gebraucht finden bei abebooks

Mailen | Drucken | Merkzettel | Empfehlen auf Facebook | Twittern |

blog comments powered by Disqus

Archiv: Bücherschauen

Uangenehm plausibel

11.02.2012: FAZ und taz sind höchst unterschiedlicher Auffassung über Christian Krachts neuen Roman "Imperium": Die eine erfreut sich an Krachts "prunkend exquisiter" Sprache, die andere meint: Pauschalreiseprosa. Die NZZ ist erschüttert von Drago Jancars Roman "Nordlicht". Der FR graust es in Benjamin Steins neuem Roman "Replay". Die SZ ist zwiespältig bei Zeruya Shalev. Die taz pisst außerdem mit Vergnügen in den Wind. Mehr lesen

Archiv: Vorgeblättert

Joan Didion: Blaue Stunden

09.02.2012: In "Blaue Stunden" erinnert sich die amerikanische Autorin Joan Didion an ihre Tochter, daran, wie es war, sie aufwachsen zu sehen und Abschied zu nehmen, als sie mit 39 Jahren starb. Es ist eine persönliche Bilanz über Erinnerung und Alter. Lesen Sie hier einen Auszug. Mehr lesen

Maria Sonia Cristoff: Unbehaust

06.02.2012: Würden sich die Tiere an das erinnern, was der Mensch ihnen zumutet, wären wir (die Menschen) vom Aussterben bedroht. Lesen Sie hier einen Auszug aus Maria Sonia Cristoffs Geschichten zur unwahrscheinlichen Beziehung von Mensch und Tier: "Unbehaust. Was Menschen mit Tieren machen". Mehr lesen

Lisa Kränzler: Export A

02.02.2012: Um Love and Tears geht es im Roman von Lisa Kränzler, in dem sie von Lisa erzählt, einer 16-jährigen Austauschschülerin in Kanada, hin- und hergerissen zwischen Gehorsam und Ausbruch. Lesen Sie hier einen Auszug aus dem Erstlingsroman "Export A". Mehr lesen

Archiv: Buchautoren